Teseo – Oper in fünf Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym
Teseo liebt Agilea, die auch ihn liebt. Clizia liebt Arcane, die jedoch immer wieder versucht, ihn eifersüchtig zu machen – was ihr hervorragend gelingt. So bleibt deren Beziehung spannend. Beide Paare könnten froh und glücklich sein, wären da nicht König Egeo, und vor allen Dingen Medea, die böse Zauberin.
Medea hat gerade durch ihre Kräfte dafür gesorgt, dass König Egeo den Krieg gewinnt. Dafür versprach er, sie zu heiraten und damit zur Königin zu machen. Jetzt kommen ihm aber die Gefühle dazwischen, denn er hat sich in die schöne Agilea verliebt, die jedoch nicht ihn, sondern Teseo liebt.
Wie Könige nun mal sind, halten sie sich für unwiderstehlich und nehmen solche Ablehnung nicht ernst. Teseo stellt sich für ihn nicht als Hindernis dar, wohl aber Medea. Vorsichtig fragt er bei ihr an, wann sie denn zu heiraten gedenkt. Sie hat es aber nicht eilig, denn sie verliebte sich in Teseo. Dummerweise zeigt König Egeo seine Freude darüber zu stark und verrät, dass er sich in Agilea verliebt hat. Hier schluckt Medea, denn wenn sich jemand über die Entlobung freuen darf, dann sie.
Als sie zu Teseo geht und ihm klar machen will, dass er fortan ihr Geliebter sein wird, schwärmt Teseo ihr von seiner Liebe zu Agilea vor. Das geht Medea zu weit. Sie erzählt Teseo, dass der König ein Auge auf Agilea geworfen hat, sie zur Königin machen möchte, und bietet ihm an, die Sache zu bereinigen. Teseo sagt freudig(!) zu. Medea bringt Agilea in ihre Gewalt und lässt sie von ihren Furien verprügeln, weil sie nicht von Teseo lassen will.
Erst als Medea damit droht, Teseo umzubringen, gibt sich Agilea geschlagen und willigt ein. Sie soll ihm nicht nur sagen, dass sie den König heiraten wird, sondern auch, dass es aus Liebe und Überzeugung geschieht.
Als Agilea mit Teseo allein ist, klärt sie ihn auf. Medea lässt beide gewähren und wünscht ihnen Glück. Damit könnte diese Oper zu Ende sein, wenn diese Person nicht die vor Bösartigkeit sprühende Medea wäre. Wenn sie Teseo nicht bekommen kann, dann soll Agilea ihn erst recht nicht haben. Er muss also sterben. Das soll König Egeo erledigen, dem sie einredet, Teseo wolle nicht nur die von ihm auserwählte Frau, sondern auch seine Macht als König besitzen. Medea gibt Egeo den Giftbecher, den er Teseo anbieten soll. Kurz bevor Teseo trinkt, erkennt König Egeo an einem Kennzeichen in Teseo seinen Sohn, der als Jugendlicher verschleppt wurde. Gerade rechtzeitig entreißt er ihm den Giftbecher.
Nach diesem doppelten Pech fährt Medea, je nach Inszenierung, mehr oder weniger theatralisch zur Hölle. Im Abschlusschor besingen alle die neu gewonnene Harmonie (“Ed il Ciel in bella face, Splende, Fa la cara pace, Dolce premio dell’Amor.”)
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Teseo von Georg Friedrich Händel in der Stuttgarter Staatsoper: Über Teseo Franco Fagioli hörte ich in einem Gespräch zwischen Musikern: „…der singt die Partie besser als jede Frau!“ Das kann ich ni …
Die Besetzung bei der Uraufführung:
Teseo – (Soprankastrat)
Agilea – (Sopran)
Medea – (Sopran)
Egeo (Altkastrat)
Clizia – (Sopran)
Arcane – (Alt)
Priester der Minerva – (Bass)


[...] Über Teseo Franco Fagioli hörte ich in einem Gespräch zwischen Musikern: „…der singt die Partie besser als jede Frau!“ Das kann ich nicht beurteilen, denn mir fehlt der Vergleich. Mir klingen die vibratoärmeren Stimmen von Kai Wessel als König Egeo und Arcane Matthias Rexroth angenehmer im Ohr. [...]
[...] geworfen, mal zeigt es eine Säulenhalle von Innen oder Aussen, mal ziehen Wolken vorbei. Als Medea sich von ihrer bösesten Seite zeigt, stehen die Wände in Flammen. Herumgefahren und verändert [...]
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Mann kann dazu aus eigener Erfahrung sagen: Die bösartigen Frauen sterben nicht aus. Seit der Antike verfolgen sie uns!
Das wird wohl seinen Grund haben, Herr Anonymus!