♫ Inhalt/Handlung: Chowanschtschina – Oper von Modest Mussorgski
26. November 2010 | Von Dorle Knapp-Klatsch | Kategorie: Bühne: Oper / Ballett / Schauspiel, Chowanschtschina, Inhalt, Oper, Opernhandlung, Z bis A
Chowanschtschina, die Historienoper um die Fürsten Chowanski, erzählt einen Teil der russischen Geschichte. Es geht um Machtkämpfe, diesmal unter religiösem Vorwand.
Aufgepeppt wird Chowanschtschina (russ. Хованщина, wörtlich „Die Sache Chowanskij“) durch eine tragische Liebesgeschichte, ist aber eine politische Oper in fünf Akten von Modest Mussorgski mit einem Libretto von Wladimir Stassow.
1.Akt – Fürst Chowanski, sein Sohn Andrei, dessen Exgeliebte Marja und Emma
Der Zarenthron ist kommissarisch besetzt mit Sofia, einer Schwester der beiden möglichen Nachfolger Iwan und Peter, die noch nicht volljährig sind. Derweil bekämpfen sich deren Familienclans mit schmutzigen Tricks, um Ihren Wunschkandidaten an die Macht zu bringen. Der Intrigant Schaklowiti verbreitet das Gerücht, dass Fürst Chowanski einen Anschlag auf den künftigen Zaren Peter plant. Chowanski gehört zu den herrschenden Strelitzen, die wegen ihrer Brutalität gefürchtet sind. Sein Sohn Andrei stellt lieber Emma, einem Mädchen aus der deutschen Vorstadt, nach, die aber nichts von ihm wissen will. Marfa, Andreis frühere Geliebte, kommt gerade noch rechtzeitig, um Emma vor Schlimmerem zu bewahren. Marfa gehört zu Gegenpartei, zu den konservativen Altgläubigen. Fürst Chowanski Senior hat ebenfalls ein Auge auf Emma geworfen. Kurzerhand lässt er sie von den rabiaten Strelitzen festnehmen, wogegen sein Sohn rebelliert. Den Streit zwischen Vater und Sohn schlichtet der Pope Dossifei. Er sagt voraus, dass der Konflikt zwischen Altgläubigen und Strelitzen – beide Parteien stellen die Anwärter auf den Zarenthron – bald zum Ausbruch kommt.
2.Akt – Verschwörung, Weissagung, Intrige
Fürst Chowanskij, Fürst Golizyn und Dossifei planen eine Verschwörung und heuern Marfa an, um ihnen die Zukunft vorauszusagen. Marfa prophezeit den baldigen Untergang. Diese unangenehme Vorhersage beantwortet Fürst Golizyn auf einfache Weise – er gibt den Befehl, sie heimlich zu ermorden. Der Intrigant Schaklowiti durchkreuzt die ganzen Pläne. Er erzählt ihnen, dass der Zar alles weiß und eine Untersuchung angeordnet hat.
3.Akt – Marfas Traum vom Verbrennen und Gefahr durch die feindliche Übermacht
Marfa liebt immer noch Andrei, was bei ihren Verbündeten als Entgleisung angesehen wird. Um mit ihm auf ewig zusammen sein zu können, träumt sie davon, gemeinsam mit Andrei als Fackel zu verbrennen. Soviel sei verraten: In Opern werden Träume wahr.
Als das Gerücht verbreitet wird, dass die Leibgarde des Zaren in großer Übermacht naht, beschließt Fürst Chowanski, seine Strelitzen im Haus zu belassen und abzuwarten.
4.Akt – Fürst Chowanskis Tod
Fürst Iwan Chowanski verbarrikadiert sich im Haus. Der Intrigant Schaklowiti weiß ihn auf elegante Art herauszulocken. Er überbringt die angebliche Botschaft der Regentin Sofia, dass sie dringend seinen Rat brauche. Der so gebauchpinselte Chowanski überlebt das Verlassen seines Hauses nicht.
Marfa berichtet Andrei vom Tod seines Vaters, was der aber für eine Finte hält. Erst als die Strelitzen zum Galgen geführt werden, sind sowohl er und auch der Pope sich einig, dass nur ein kollektiver Selbstmord sie vor den grausamen Quälereien der Gegner schützen kann.
5.Akt – Kollektiver Selbstmord der Altgläubigen
Die Strelitzen werden zwar im letzten Moment begnadigt, was aber bei den Altgläubigen nicht rechtzeitig ankommt. Sie verbrennen sich mit Dossifei, Marfa und Andrei, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in einer anderen Welt.
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- Siehe: Chowanschtschina von Modest Mussorgski in der Hamburger Staatsoper >> Schöne, dunkle Stimmen dominieren diese Opernaufführung. Als Mittelpunkt des Abends sei Matti Salminen genannt mit seinem schwarzen Bass, gepaart mit darstellerischen Talent…
- Siehe: Inhalt/Handlung – Chowanschtschina von Modest Mussorgski >> Chowanschtschina, die Historienoper um die Fürsten Chowanski, erzählt einen Teil der russischen Geschichte. Es geht um Machtkämpfe, diesmal unter religiösem Vorwand…
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Die Fürsten Chowanski – Originaltitel: Хованщина – Chowanschtschina
Das Libretto verfasste Wladimir Stassow auf russisch, die Musik komponierte Modest Mussorgski. Die Uraufführung in der Fassung von Nikolai Rimski-Korsakow fand statt in St. Petersburg am 9. Februarjul./ 21. Februar 1886greg. Die Spieldauer beträgt circa 3 Stunden.
Ort und Zeit der Handlung: Moskau, 1682 (zu Zeiten des Moskauer Aufstands)
Personen
Fürst Iwan Chowanski, Anführer der Strelitzen, Bass
Fürst Andrei Chowanski, sein Sohn, Tenor
Fürst Wassili Golizyn, Tenor
Schaklowiti, Bojar, Bariton
Dossifei, Führer der Altgläubigen, Bass
Marfa, Altgläubige, Alt
Emma, ein Mädchen aus dem „Deutschen Stadtviertel“, Sopran
Strelitzen
Altgläubige
Thema “Oper”
- “Chowanschtschina”
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- “Opernhandlung Libretto Inhalt”
- “Persönliche Empfehlung”
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