Musik: Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Lyrische Szenen in drei Akten
Text: Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Konstantin Stepanowitsch Schilowski.
Nach dem gleichnamigen Roman in Versen von Aleksandr Puschkin
Inhalt: Die Familie – Mutter und zwei Töchter
Olga und Tatjana leben mit ihrer Mutter Larina und der Dienerin Filipjewna auf einem Gut in Russland. Die romantische Tatjana liest viel und leidet mit ihren Figuren. Die unkomplizierte Olga ist mit dem Schriftsteller Lenski verlobt, der sie seit Kindertagen liebt. Eines Tages bringt Lenski einen Freund mit, der aus der großen, weiten Welt auf sein Gut zurück kam. Onegin ist immer noch geschafft vom tagelangen Sitzen (ohne frische Luft!) am Sterbebett seines Vaters. Tatjana verliebt sich sofort in diesen arroganten Pomadenhengst.
Tatjanas Brief
Am Abend schreibt sie ihm einen langen Brief, den sie während der Nacht immer wieder verbessert. Filipjewnas Enkel überbringt ihn Onegin. Als Tatjana ihn am Abend im Garten trifft, bläht er sich vor ihr auf. Von oben herab erklärt er ihr, das sie nur auf Grund ihrer Jugend in ihn verliebt ist, ohne zu wissen, was das bedeutet. Er jedenfalls verspürt keinen Ehrgeiz für eine Ehe.
Ländliche Tanzfeste
Auf dem großen Ball im Gutshaus (Ballsaal, Festkleider, Tanz) singt der Franzose Monsieur Triquet (Tenor-Solo, meist einer der Höhepunkte) ein Loblied auf die schöne Tatjana. Lenski und Onegin sind ebenfalls eingeladen. Onegin tanzt vorerst nur mit Tatjana, begleitet vom Getuschel der Gäste.
Diese hinterwäldlerische Atmosphäre ödet ihn derart an, dass er dafür seinen Ärger an Lenski auslässt, weil der ihn mit hierher geschleppt hat. Er schnappt ihm demonstrativ Olga vor der Nase weg und tanzt nur noch mit ihr, bevor beide verschwinden.
Duell im Morgengrauen
Lenski fordert Onegin nach dieser Demütigung zum Duell im Morgengrauen auf. Das war der folgenschwerste Fehler seines jungen Lebens. Denn da Onegin nur provozieren wollte, ohne sich ernsthaft für Olga zu interessieren, ist dieser Preis zu hoch. Schon jetzt steht fest, dass es keinen Sieger, sondern nur einen Besiegten geben wird. Und in der Tat verwandelt dieser sich bald in einen depressiven Alkoholiker.
Ball beim Fürsten Gremin
Auf einem Ball (Festtafel, Ballkleider, Balletteinlagen) des Fürsten Gremin sieht Onegin die Herrin des Hauses, Tatjana, wieder. Aus dem kleinen Teenager ist eine selbstbewusste und schöne junge Frau geworden, von ihrem Gatten geliebt und vergöttert, während Onegin ruhelos umherschweift, immer mit Lenskis Schatten im Nacken.
Zu spät
Er verliebt sich in sie und denkt mit Schauder an seine Zurückweisung. In einer Aussprache wirft sie ihm vor, sie sehr verletzt zu haben. Auch wenn sie ihn einmal ehrlich geliebt hat, so liebt sie heute ihren Gatten – den Fürsten Gremin – und er sie. Eine Verbindung mit Onegin kommt für sie nicht in Frage, auch wenn er noch so sehr auf den Knien um sie herumscharwenzelt. Sie geht und hört nicht mehr seinen letzten aussichtslosen Aufschrei: “Du bist Mein!”
Wozu auch …Männer!
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Personen in der Oper Eugen Onegin
- Larina, Gutsbesitzerwitwe (Mezzosopran)
- Tatjana, ältere Tochter (Sopran)
- Olga, jüngere Tochter (Mezzosopran)
- Filipjewna, Kinderfrau (Mezzosopran)
- Lenski, Gutsnachbar und Dichter (Tenor)
- Eugen Onegin, Gutsnachbar (Bariton)
- Triquet, ein Franzose (Tenor)
- Fürst Gremin (Bass)
- Saretzki, Sekundant (Bass)
- Ein Hauptmann (Bass)
- Guillot, Onegins Kammerdiener (stumme Rolle)
- Chor: Bauern, Beerenpflückerinnen, Festgäste
Thema “Oper”
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- “Paare”
- “Persönliche Empfehlung”
- “Presseartikel: Oper”



Einmal vom Duellieren (in dieser Form) abgesehen, ist ja der Inhalt noch ganz aktuell. Mich nimmt dieses Stück immer wieder mit. Es ist schon seltsam, wie viel von einem Menschen in einer Oper stecken kann.
Mir gefallen Ihre Fotos. Sie passen zu den Artikeln und passen doch wieder nicht!
Für mich ist diese Liebesgeschichte immer wieder herzergreifend. Beide haben ihre große Liebe gefunden, aber leider zur falschen Zeit. Wer zu früh oder zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Für mich ist es eine Geschichte, die in Russland spielt; und nur da!
Schön wäre es, wenn die Regisseure das auch einmal begreifen könnten ud das Typische dieser zeit herausarbeiten, anstatt immer modernisieren zu wollen!
Ich kann Baden Baden mur zustimmen. Ich würde so gern mal eine Oper im Original sehen, mit den ichtigen Kostümen und dem Interieur dieser Zeit.
Sat 1, 10.April 2010,
(Salzburg 2007)
Schöne Musik, gute Sänger,
aber die Inszenierung ist eine Zumutung!
Die Regisseurin Andrea Breth schafft es wieder einmal, total neben die Musik und den Inhalt zu inszenieren!