♫ E-Booktipp: 8ung Ballett! Handlungsballette – Schwanensee & Co

Was ist ein Handlungsballett?
Balletttänzer erzählen eine Geschichte mit ihren Ausdrucksmitteln. Gefühle und Empfindungen drücken sie mit dem Tanz – ihrer Körpersprache – aus. Meist auf ausgesprochen elegante Weise, wie das Ballett „The Lady and the Fool“ beweist. Wo sonst werden Wohnsitzlose derart elegant von der Parkbank geschubst? „The Lady and the Fool“ – fast zu schön, um wahr zu sein

„Das Fräulein von S.“ | „Don Quijote“ | „Gaîté Parisienne“ | „Hamlet“ | „Karneval der Tiere“ | „La fille mal gardée“ | „The Lady and the Fool“ | „Onegin“ | „Orpheus und Eurydike“ | „Schwanensee“

Häufig spielen Handlungsballette in den besseren Kreisen, wie im „Onegin“. Hier duellieren sich die jungen Männer noch um ihre Ehre, selbst wenn sie es teilweise nicht überleben: „Eugen Onegin“ mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Ein junger Mann aus dem höheren russischen Landadel verschmäht ein junges Mädchen vom niederen russischen Landadel. In der Choreografie von John Cranko wird aus dem verträumten Landpomeranzen-Entlein ein schöner Schwan: Stuttgarter Ballett tanzt „Onegin“
Ein überschäumendes Corps de balet, zarte Kostüme und ein romantisches Bühnenbild bietet das Stuttgarter Ballett in seiner Inszenierung. Rauschende Feste werden gefeiert in russischen Gutshäusern auf dem Lande und in russischen Palästen – natürlich mit ausgefeilten Tänzen: „Onegin“ – junge Tänzer in zeitloser Choreografie

Vom gleichen Komponisten stammt das wohl berühmteste Handlungsballett überhaupt – Schwanensee. Das Ballett erzählt auf zarte Weise das Märchen von der schönen Prinzessin, die von einem bösen Zauberer in einen Schwan verwandelt wurde. Nur ein Liebender kann sie retten – wenn, ja wenn da nicht der böse Zauberer mit seiner schwarzen Schwanendoublette dazwischen funken würde: „Schwanensee“ – Ballett mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Seinen Zauber hat das Ballett nicht verloren, im Gegenteil. Immer wieder überschlagen sich Choreografen, Tänzer, Kostümbildner und Bühnenausstatter, eine besondere, neue Vorstellung zu erarbeiten. Ewig jung bleibt die ausgesprochen gelungene Choreografie von John Cranko, die schon seit einem halben Jahrhundert immer wieder – mit neuen Tänzern – aufgeführt wird: „Schwanensee“ – Gesamtkunstwerk in der Stuttgarter Staatsoper

Eine Choreografie von Christian Spuck aus dem Jahre 2012 könnte man fast als Krimi bezeichnen, denn eine Detektivin spielt die Hauptrolle. Aufgeschrieben hat diese Novelle E.T.A. Hoffmann: „Das Fräulein von S.“ im Staatstheater Stuttgart

Ebenfalls von Mord und Totschlag handelt das Ballett „Hamlet“, das als Schauspiel von William Shakespeare bestens bekannt ist.

Auch in dieser Ballett/Oper geht es um eine Tote, nämlich die verstorbene Gattin des besten Sängers aller Zeiten: Inhalt/Handlung: „Orpheus und Eurydike“
Manchmal ohne, meistens mit Balletteinlagen wird diese Oper von Christoph Willibald Gluck aufgeführt. Wenn allerdings der Choreograf Christian Spuck auch Regie führt, nehmen die Tänzer eine gleichwertige Rolle ein: „Orpheus und Eurydike“ – gemeinsame Produktion von Staatsoper Stuttgart und Stuttgarter Ballett
Nicht nur eine Eurydike setzt Christian Spuck ein. Er greift in die Vollen und besetzt die Rolle mit zwei Sängerinnen und sechs Tänzerinnen. Kein Wunder, dass Orpheus verwirrt reagiert: Orpheus und und die Eurydiken

Was Orpheus als Künstler schon geschafft hat, steht Bim noch bevor. Um der beste Tänzer aller Zeiten zu werden, braucht Bim unter Anleitung seiner Lehrerin nur eines machen: „Gaîté Parisienne“ – Arbeiten? Arbeiten? Arbeiten?

Die Ballettschüler der John Cranko Schule üben noch, legen aber schon eine reife Leistung hin. Von Anfängern bis zu den Fortgeschrittenen sind als Fische, Elefanten oder Küken in die Miniballette von Camille Saint-Saëns eingebunden: „Karneval der Tiere“ – Ballettgala zum 40. Jubiläum der John Cranko Schule

Nicht nur um Hühner, auch um ein Liebespaar, eine Zweckheirat und wie sie mit List umgangen wird, geht es in: „La fille mal gardée“: Ballett-Dauerbrenner seit 1789
Seit dieser Zeit wurde das Ballett immer wieder neu choreografiert. Eine verhältnismäßig junge Inszenierung von 1960 wird mit der gesamten Ausstattung in verschiedenen Theatern aufgeführt: „La fille mal gardée“ – Historische Pretiose – Bühnenbild und Kostüme
Das heißt allerdings nicht, dass die Personen von Veteranen getanzt werden – im Gegenteil: „La fille mal gardée“ mit Tänzerinnen und Tänzern des Stuttgarter Balletts – leicht, lustig, lebendig
Auch das Programmheft wird immer wieder überarbeitet – mit wechselndem Erfolg: „La fille mal gardée“: Programmheft-Verrenkungen

Ebenfalls zu den klassischen Handlungsballetten, die überall getanzt werden, gehört Don Quijote. Immer wieder bringen junge Choreografen eine neue Note hinein, in diesem Fall der Spanier Maximiliano Guerra: „Don Quijote“ – schnell, jung, spritzig
Das Bühnenbild wird in dieser Inszenierung zwar reduziert, farbige Kostüme aber bleiben – so lieben es die Zuschauer im Ballett: „Don Quijote“: Opulente Kostüme – klares Bühnenbild

Handlungsballette – Schwanensee & Co (8ung Ballett!) | Dorle Knapp-Klatsch | Verlag: Kulturmagazin 8ung.info; Auflage: 1 (4. Dezember 2012) |  ASIN: B00AIUXEH8 | EUR 2,99

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