♫ Inhalt / Handlung: Ariadne auf Naxos – Oper von Richard Strauss

11. März 2014 | Von | Kategorie: Ariadne auf Naxos, Inhalt, Musik & Theater, Oper, Opernführer

Diese Oper komponierte Richard Strauss als ein Auftragswerk zur Eröffnung des Kleinen Hauses der neu erbauten Königlichen Oper in Stuttgart am 25. Oktober 1912.

Vorspiel – wie Künstler mit ihrer Kreativität das Unmögliche möglich machen.

Ein reicher, aber nicht sonderlich musischer Gastgeber möchte seine Gäste mit einer von ihm in Auftrag gegebenen Oper unterhalten. Danach kommt ein volkstümliches Luststück, damit die Leute was zum Lachen haben. Aufgeregt treffen die Künstler der Tragödie und der Komödie auf der Probebühne ein. Als der Musiklehrer erfährt, dass nach dem Trauerstück von der unglücklichen Ariadne die Gaukler lärmen sollen – vertreten durch Zerbinetta mit ihrem Gefolge – versucht er, es dem jungen Komponisten schonend beizubringen. Aber es kommt noch schlimmer, denn der Haushofmeister teilt ihnen mit, dass die beiden Veranstaltungen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig auf der Bühne stattfinden sollen, damit pünktlich um neun Uhr das Feuerwerk beginnen kann. Wie sie es machen, ist ihnen überlassen. Der Komponist möchte sein dramatisches Erstlingswerk nicht neben Komödianten aufführen lassen. Der Tenor spekuliert darauf, dass damit die Arie der Diva gekürzt wird. Sogleich empört sich die Primadonna, dass sie auf keinen Fall neben der Zerbinetta auf der Bühne stehen wird. Zerbinetta wittert die Chance, mit ihrer Truppe groß auftreten zu können, da sie das publikumswirksamere Programm vorweisen kann. Der Musiklehrer redet jedem Beteiligten ein, dass seine Bedingungen erfüllt werden auf Kosten der anderen. Alle begeben sich zufrieden auf die Bühne.
Nur der Komponist steht am Rande und klagt dem Musiklehrer und der Welt seinen Schmerz: „Ich durfte es nicht erlauben! Du durftest mir nicht erlauben, es zu erlauben! Wer hieß dich mich zerren, mich! in diese Welt hinein? Lass mich erfrieren, verhungern, versteinen in der meinigen!“

Oper – Ariadne auf Naxos

Als Ariadne von ihrem Geliebten Theseus verlassen wird, verzieht sie sich vor Gram in eine Höhle auf der wüsten Insel Naxos. Ihre drei treuen Nymphen Najade, Dryade und Echo bleiben in ihrer Nähe, um sie bei jeder Gelegenheit zu bedauern. Das veranlasst Ariadne immer aufs Neue, sich untröstlich in den Schmerz ihres Lebens hineinzusteigern und sehnsüchtig auf den Todesboten zu warten. In dieses eingespielte Ritual platzen Zerbinetta und ihre vier Begleiter Harlekin, Brighella, Scaramuccio und Truffaldin, um Ariadne aufzuheitern, was sich als vergebene Liebesmüh herausstellt, denn Ariadne will leiden. Nicht einmal Harlekin, der immer Glück bei den Frauen hat, schafft es. Jetzt wird es Zerbinetta doch zu bunt. Sie schickt die Männer weg und nimmt sich Ariadne vor – mit einer eindrucksvollen Koloraturarie. Sie gibt ihr zu verstehen, dass sie sich gefälligst nicht so anstellen soll. Verlassen zu werden gehört schließlich zum Frausein, denn treulos sind alle Männer. Sie lassen die Frauen auf wüsten Inseln zurück, auf denen Zerbinetta auch schon mehrmals gewohnt hat. Ihr Credo: „Ich habe nicht gelernt, die Männer zu verfluchen. Kam der neue Gott gegangen, hingegeben war ich stumm.“
Ariadne ist für derartige Tröstungen nicht empfänglich und verzieht sich in ihre Höhle. Zurück bleiben Zerbinetta und ihre vier Männer, die ihr mit Gesang und Tanz den Hof machen, bis Zerbinetta sich für einen entscheidet.

Die Nymphen entdecken auf dem Meer einen Ankömmling, den sie gleich als Bacchus identifizieren. Er ist den Fängen der Zauberin Circe entkommen, die gut aussehende Seefahrer auf ihre Insel lockt, um sie festlich zu bewirten und sich dabei gut zu unterhalten. Sobald sie ihrer überdrüssig ist, verwandelt sie sie in Schweine. Nun ist Bacchus wieder erschöpft auf einer Insel gestrandet. Als er die schöne Ariadne erblickt, meint er Circe in einer anderen Gestalt vor sich zu haben und ergibt sich seinem Schicksal, nun doch verwandelt zu werden. Ariadne sieht in ihm den lang ersehnten Todesboten, der ihr zu diesem Zeitpunkt jedoch ungelegen kommt. Nachdem die gegenseitigen Missverständnisse aufgeklärt sind, sehen sich beide in neuem Licht. Bacchus lässt sich von Ariadne gern verzaubern und verliebt sich in sie. Ebenso verliebt sich Ariadne in ihn und ist bereit, ihm überall hin zu folgen – selbst wenn es das Totenreich sein sollte. Ein Baldachin senkt sich langsam von oben über beide, während sie noch innig ihre gegenseitigen Liebesschwüre singen.
Zerbinetta tritt aus der Kulisse und wiederholt leicht spöttisch ihr Rondo: „Kommt der neue Gott gegangen, hingegeben sind wir stumm!“

Ariadne auf Naxos (op. 60) – eine einaktige Oper von Richard Strauss mit einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal.

Bestellt wurde sie zur Einweihung des königlichen Musiktheaters, das der Musik liebende König Wilhelm II zum größten Teil aus seiner Privatschatulle finanzierte. Die Uraufführung fand am 25. Oktober 1912 am Kleinen Haus des Hoftheaters in Stuttgart statt. Gekoppelt war sie mit Hugo von Hofmannsthals Bearbeitung von Molières Komödie „Der Bürger als Edelmann“. Beim Publikum kam diese Kombination nicht so gut an. Deshalb entschlossen sich Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal zu einer Überarbeitung. In dieser neuen Fassung mit Vorspiel wurde am 4. Oktober 1916 erfolgreich an der Hofoper in Wien uraufgeführt. Die Regie führte Max Reinhardt.

Vorspiel
Der Haushofmeister (Sprechrolle)
Der Musiklehrer (Bariton)
Der Komponist (Mezzosopran)
Primadonna – Ariadne (Sopran)
Der Tenor – Bacchus (Tenor)
Der Offizier (Tenor)
Der Tanzmeister (Tenor)
Der Perückenmacher (Bariton)
Lakai (Bass)
Personen aus der Commedia dell’arte
Zerbinetta (Sopran)
Harlekin (Bariton)
Scaramuccio (Tenor)
Truffaldin (Bass)
Brighella (Tenor)
Die Oper
Ariadne (Sopran)
Bacchus (Tenor)
Najade (Sopran)
Dryade (Alt)
Echo (Sopran)
Personen aus dem Vorspiel: Zerbinetta, Harlekin, Scaramuccio, Truffaldin, Brighella

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