Schauspiel
13. März 2012 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Franz Kafka beginnt seine Erzählung „Die Verwandlung“ mit diesem berühmten Anfangs-Satz, der 2007 den zweiten Platz im Wikipedia-Wettbewerb „Der schönste erste Satz“ gewann. Gregor kann einfach nicht mehr. Als Vertreter reiste er durch die Lande,
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11. März 2012 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
Vollmond scheint auf den Hoppenlau-Friedhof in der Stuttgarter Innenstadt. Ein rotes Grablicht beleuchtet ein Kreuz, davor etwas Sargähnliches. Verzweifelt ruft es in die Nacht: “Herr Prokurist. Ich fühle mich schon weitaus wohler als heute morgen. Sobald es mir besser geht, werde ich das Bett verlassen und zur Arbeit erscheinen.” Unter Stöhnen versucht eine Person immer
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6. März 2012 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
3. März 2012 | Inszenierung und Ausstattung von Andras von Studnitz im Wallgraben Theater in Freiburg In der Mitte der Bühne steht etwas, was als Bett oder Schlafstätte gedeutet werden kann. Bananenkartons (Fair Trade), darauf eine Matratze. In eine Decke eingehüllt ein schlafender junger Mann (Ives Pancera), der eine Tastatur im Arm hält. Von überall
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29. November 2011 |
Von Elke Wilkenstein
Von Hasko Weber neu inszeniertes Märchen nach Hans Christian Andersen. Weiß, eisig, böse – die Schneekönigin (Nadja Stübiger) glänzt wie ein Eiszapfen. Dicke Schneekristalle baumeln unter ihrem perfekt gestylten Bühnenoutfit hervor. Wem sie die Hand aufs Herz legt, erstarrt zu Eis. So ergeht es auch Kai (Michel Brandt), der vorher schon einen Glassplitter ins Auge
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25. Juni 2011 |
Von Elke Wilkenstein
Die Kompanie des Naturtheaters Grötzingen macht in Kirchheim Werbung für ihr neues Stück Der Eingebildete Kranke von Molière. Ein Spaß für die Zuschauer, die vorab schon einmal die knackigsten Szenen erleben dürfen. 59 Die Kompanie des Naturtheaters Grötzingen macht in Kirchheim Werbung für ihr neues Stück Der Eingebildete Kranke von Molière. Ein Spaß für die
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5. April 2011 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
Ein Drama über das Leben des Mecklenburger Gutsbesitzers Boll. Die Zeit reicht vom Morgen bis zum nächsten Morgen, 24 Stunden, in denen sich dramatische Dinge ereignen. Gutsbesitzer Boll und seine Frau Martha kommen in die Stadt, um sich mit Verwandten zu treffen und Besorgungen zu machen. Boll trägt seinen Beinamen “blau” wegen seiner Neigung zum
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4. April 2011 |
Von Gesine Bodenteich
Der Name “Blauer Boll” ist wörtlich zu nehmen. Barlach beschreibt Boll als beleibt, kurz vor dem Schlaganfall – dann nämlich läuft er blau an. Außerdem trinkt er gern. Wahrscheinlich hat er einen konstanten Alkoholpegel. In der Stuttgarter Staatstheater-Inszenierung von Stephan Rottkamp färbt Boll sich selbst ein, mit cremiger, blauer Farbe. Eine Plastikfolie, wie eine Gartentischdecke,
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4. März 2011 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
Pantalone, ein vermögender Kaufmann aus Venedig, muss umdisponieren. Sein Wunsch-Schwiegersohn, der reiche Frederigo Rasponi aus Turin, wurde erdolcht. Also verlobt Pantalone seine Tochter Clarice mit Silvio, dem Sohn des Dottore Lombardi. Glücklich ist nicht nur das Brautpaar Clarice und Silvio, sondern auch Dottore Lombardi – wegen der zu erwartenden Mitgift. Alles durcheinander bringt der Diener
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4. März 2011 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
Diese 250 Jahre alte Komödie katapultiert den Diener in die Jetztzeit. Ohne soziale Hängematte muss er sein Geld als Zeitarbeiter im Dienstleistungsgewerbe verdienen – eine Arbeit im Billiglohnsektor. Das hat was . Als viel beschäftigter Diener Truffaldino macht Patrick Schnicke eine gute Figur. Er versucht, seinen beiden Chefs gleichzeitig das Mittagessen zu servieren, rennt von
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11. Februar 2011 |
Von Dorle Knapp-Klatsch
Kurze Einakter und Erzählungen von Anton Tschechow auf der Bühne des Würzburger Kunstkellers, fantasievoll von Lilia Petrichev in Szene gesetzt. Der Pianist begibt sich zum Klavier, ohne das Publikum zu beachten, krempelt die Ärmel hoch, schüttelt die Hände aus, lässt die Hände fast auf die Tasten fallen und stoppt einige Zentimeter davor. Er verstellt seinen
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