Festspiel-Mitwirkende trudeln ein – der Grüne Hügel erwacht

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Die Mitwirkenden der Richard-Wagner-Festspiele nutzen die Kantine des Festspielhauses für die ersten Tage als Treffpunkt.

Obwohl die Verwaltung hinter dem Festspielhaus das ganze Jahr besetzt ist, kommt das „richtige Leben“ erst wieder mit den Musikern zurück, nämlich zwischen Mitte und Ende Juni. Seit 1876 kommen Musiker aus verschiedenen Spitzenorchestern jedes Jahr in Bayreuth zusammen, um vier Wochen lang, vom 25. Juli bis zum 28. August, Opern von Richard Wagner aufzuführen.

Am ersten Probentag des Orchesters füllt sich die Kantine ab neun Uhr, denn am Anfang hat noch kaum einer ein Frühstück in der Wohnung, die für die nächsten zehn Wochen das zweite Zuhause wird.

Für Außenstehende mag diese Zeremonie aussehen wie der Betrieb vor einem Taubenschlag. Eine Person mit Cellokasten, Horn oder Notenpaket erscheint in der Tür, blickt sich suchend um, bis sie/er einen Tisch entdeckt, an dem die Umsitzenden freudig winken. Mit großem Hallo, endlosen Umarmungen, strahlenden Gesichtern läuft die Begrüßungsrunde ab. Schon ist der frei gewordene Platz in der Tür mit einer anderen Person besetzt, die sich ein nach der anderen auf die Tische verteilen. Auf der einen Seite sitzen die Bässe, die Geigen stellen gleich zwei Tische in der Mitte zusammen und die Schlagzeuger finden sich in Thekennähe wieder. Die meisten Musiker betrachten diese Zeit als Urlaub, auch wenn das von Nichtmusikern manchmal nicht verstanden wird.

Auch die Bühnenarbeiter, Technik, Dirigenten, Regie… treffen sich zum Essen. Fachsimpeln wird damit einfacher. In der Probenphase arbeiten sie intensiv, losgelöst von den Kleinigkeiten, die im heimatlichen Orchester auftreten können. Geselligkeit wird groß geschrieben. Fast jede Fach-Gruppe trifft sich in IHREM Stammlokal. Die Familien, besonders die Kinder, unternehmen viel gemeinsam.

Festspielorchester:

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