Buchtipp: Volltreffer von Cedric Arnold

Ein junger Mann erbt eine Million Euro und plant, bis an sein Lebensende damit auszukommen. Neue Bekannte, Spekulanten, Mitmenschen, die seine Nähe suchen, haben ganz andere Pläne, denn Geld wirkt anziehend.
Eigentlich hätte Arthur Silberstein ein penibler Beamter werden können. Aber selbst mit über dreißig Jahren hatte er es noch nicht zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung gebracht. Zwar hatte er einige Semester Soziologie studiert und auch einige Praktika in Verlagshäusern hinter sich, aber ein Auskommen verband sich damit nicht. Zumindest nicht bis zu dem Zeitpunkt, an dem er einen Millionenbetrag erbt.
Selbst bei der Riesensumme behält Arthur klaren Kopf. Er rechnet sich aus, dass er mit dem Geld – nach der heutigen Lebenserwartung – noch 47,8 Jahre auskommen muss. Natürlich bezieht er die Zinslage, eventuelle Krankheiten, Reparatur an der mitgeerbten Siebzigerjahre-Villa und andere Eventualitäten mit ein. Alles in Allem kommt er auf 2681,00 Euro pro Monat.
Diesen Betrag hält er ein, genau wie einen festen Wochen- und Tagesplan. Der umfasst die Grabpflege wie den Bordellbesuch oder die tägliche Schreibarbeit ab 19 Uhr. Arthur betätigt sich als Schriftsteller; genau wie sein Vater, der ihm dank seiner Bestseller diesen Reichtum vermacht hat. Bisher hat Arthur – nach einem Jahr täglichen Schreibens – schon den ersten Satz in seinen Computer gehackt.

Alle wollen mit Arthur befreundet sein

Diese beschauliche Idylle, die seinetwegen bis zu seinem 77. Lebensjahr (seine offizielle Lebenserwartung) anhalten darf, wird durch neue Mitmenschen gestört. Im leerstehenden Haus gegenüber zieht die attraktive Susi mit ihrem aufgeweckten Söhnchen Tim ein, den Arthur sofort ins Herz schließt. Er plant, mit Susi und Tim eine Familie zu gründen, sobald er deren rabiaten Ehemann/Vater mittels einer höheren Summe nach Hollywood geschickt hat. Das wiederum gefällt Michelle, seiner sonntäglichen Bordellbeziehung, überhaupt nicht. Dann taucht ein Filmproduzent auf, der einen alten Bestseller seines Vaters mit Leonardo di Caprio verfilmen möchte. Um diesen Zeitpunkt herum benehmen sich seine bisherigen Bekannten merkwürdig. Sie bedanken sich für Dinge, die er ihnen nie geschenkt hat oder bestätigen Bestellungen, die er nie getätigt hat. Durch Zufall kommt heraus, dass sie alle nur auf eines scharf sind, nämlich die Milliarde, die sein Vater irgendwo versteckt hat und von deren Verbleib nur Arthur weiß. Davon weiß wiederum Arthur als einziger nichts – oder etwa doch?

Fazit: Ein witziger und temporeicher Schmöker

Bunt geht es zu in diesem Roman von Cedric Arnold. Beschauliche Partien lösen sich ab mit Actionszenen. Nicht immer wissen die Leser mehr als Arthur, diese anspruchsarme Anti-Identifikations-Figur. Er ist so herrlich naiv, einfach zum Knuddeln.
Nicht immer logisch, diese Geschichte, aber immer unterhaltend.

[aartikel]3453435583:left[/aartikel] Volltreffer von CEDRIC ARNOLD

Verlag: Heyne, ISBN: 978-3-453-43558-2, € 8,99

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