☛ Krämermarkt im Oktober: Herbstzeit – Erntekorbzeit

Vor den Genuss haben die Götter die Arbeit gesetzt. Vor Bratäpfeln, Apfelkuchen und Apfelsaft müssen erst die Äpfel geerntet werden, und dafür braucht es einen guten Erntekorb, an den bestimmte Ansprüche gestellt werden. Diese handgeflochtenen Körbe auf dem Kirchheimer Krämermarkt erfüllen die geheimen und offen ausgesprochenenWünsche der Gartenbesitzer.

Ein Erntekorb sollte:

  • stabil sein, denn die Äpfel sind schwer. Wenn ein Henkel kracht, kullert die ganze Ernte wer weiß wohin. In Hanglagen eventuell den Berg hinunter – Futter für die Igel.
  • leicht sein, denn die Äpfel sind schon schwer genug. Irgendjemand muss sie schließlich zum Haus oder Keller tragen. Wer nicht ständig hin und herlaufen mag, wählt also ein leichtes Behältnis.
  • witterungsbeständig sein, denn die Ernte findet nicht nur bei schönem Wetter statt. So ein richtiger Erntekorb muss unbedingt einen Schauer vertragen können.
  • durchlässig sein, denn wenn es regnet und die Äpfel nass werden, muss das Wasser ablaufen – sofern man keine faulen Früchte riskieren möchte.
  • aus biologisch abbaubarem Material sein, genau wie der Baum.
  • formschön sein, passend zum Obst vom eigenen Baum, den man im Frühjahr beschnitten hat, die Blütenpracht bewundert hat, die Bienen summen hörte, den Schatten im Sommer genossen hat.

Zu so einem ans Herz gewachsenen Baum passt einfach kein 08/15-Plastikkorb.

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