☛ Trickfilm-Tipp: Das magische Haus – wenn die Utensilien des Zauberers lebendig werden

Ein spannender, sehr spannender Kinderfilm um einen liebenswürdigen Magier und seine Hausbewohner. .DasMagischeHaus[1]

Katze, Hase, Maus und zwei schwäbisch schwätzende Turteltauben bilden die tierischen Gefährten des sympathischen Zauberers. Dieser Zauberer wird so lebensecht von Didi Hallervorden synchronisiert, dass die Älteren meinen, ihn leibhaftig vor sich zu haben. Komplettiert wird der Haushalt durch aufziehbares Blechspielzeug, Grammophon, Glocken, Kaugummikugelspender, einem alten Filmprojektor und allerlei Hausrat. Selbstverständlich haben auch diese Begleiter eine Seele und greifen ein, wenn Gefahr für den Zauberer oder sein magisches Haus droht. Diese Alltagsgegenstände und Tiere entsprechen genau der Fantasiewelt der Vorschulkinder.

Im Film geht es um einen kleinen Kater, der sich ein neues Zuhause suchen muss. Erst landet er in einem Garten, aus dem er durch einen Wachhund vertrieben wird. In sein späteres Traumhaus kommt er nicht hinein. Erst muss er über einen morschen Baum, von dem er fast abstürzt, über den Dachboden ins Haus klettern. Vom alten Hasen und der Maus wird er als Störenfried betrachtet; der Zauberer schließt ihn gleich ins Herz und stellt ihn als seinen Assistenten ein, genau wie die übrigen sprechenden Spielzeuge und Tiere. Mit seinem Fahrrad und der Zaubertruhe auf dem Gepäckträger fährt der Zauberer ins Krankenhaus und spielt den kranken Kindern Zaubertricks vor. Auf einer dieser Fahrten verunglückt er und kommt selbst ins Krankenhaus. Sein Neffe Daniel nutzt seine Abwesenheit und versucht, sein Haus zu verkaufen, was selbstverständlich von den Bewohnern verhindert wird. Sie vergraulen mit Tricks und Pfiffigkeit die Kaufinteressenten, bis der Zauberer wieder aus dem Krankenhaus zurückkommt.

Bis auf den Wachhund sind es bärbeißige Erwachsene, die durch ihr Auftreten Sympathien verschenken. Die Feindbilder sind nicht einmal richtig böse, aber sehr unsympathisch. Allen voran Daniel, der Neffe des netten Zauberers. Er bekommt dafür auf Schritt und Tritt seine verdiente Strafe in Form von Atemnot und Nies-Attacken, da er gegen Katzenhaare allergisch ist. Seine Kunden für das Haus sind stark überzeichnet, wie das feine Ehepaar, das gerade auf dem Weg zu einem Wohltätigkeitsball ist. Sie achten sehr auf ihre Kleidung, die sie nicht schmutzig machen möchten. Dass sie voller Taubenkot, aber aufrecht den Hof verlassen, empfinden die Kinder wohl als gerecht. Und wer würde der überkandidelten Dame mit dem dicken Hinterteil und ebensolcher Brille nicht das grüne Püree im Gesicht wünschen, wo sie doch so neugierig in den Mixer geschaut hat.

Durch die 3-D-Brille betrachtet fliegen die Tauben im Kinosaal herum. Die Verfolgungsjagden nehmen die Zuschauer mit auf den Weg über die Treppengeländer; über Kronleuchter und durch enge Röhren hindurch. Im Nachhinein betrachtet besteht der Film zum größten Teil aus Verfolgungsszenen – aber nie wird es langweilig. Spannend gestalten sich die Beinaheunfälle, wenn Kater Thunder die Straße überqueren möchte oder der Zauberer auf seinem Rad aus dem Gleichgewicht kommt. Die Kinder sehen die Autos aus allen Ecken auf sich zukommen – und biegen dann doch rechtzeitig ab. Wie in der Geisterbahn erschrecken sie die Möbelpacker, die den Hausrat entsorgen sollen. Die Kinder sehen, wer an welchem Strang zieht, damit ein Drache auftaucht oder sich eine beleuchtete Vitrine klappernd in Bewegung setzt. Ein Film, der die kleinen Zuschauer von den Sitzen reißen wird.

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Das Magische Haus | Ab 22.05.14 im Kino!
Originaltitel: The House of Magic (Family Entertainment, Animation, Belgien 2013)
Darsteller mit den Stimmen von Matthias Schweighöfer als Thunder, Karoline Herurth als Maggie, Dieter Hallervorden als Zauberer Lawrence, Alec und Sascha von The BossHoss als Möbelpacker Mark und Mike,
Regie: Ben Stassen, Jeremy Degruson
Drehbuch: Ben Stassen, Domonic Paris, James Flynn
Produktion: Ben Stassen, Caroline van Iseghem
Format: digital / 2,35:1 (Cinemascope)
Ton: Dolby Digital

 

 

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