♀ Frauen und kalte Füße: Sehnsucht nach Behaglichkeit bis in die Zehenspitzen

Von neuen Gelüsten und Lustkillern – wenn der Winter zuschlägt und die Füße kalt werden.

EisbeineNoch scheint das weiß-romantische Märchen eingeschneiter Tage wie der Gedanke an eine ferne Realität. Eine, die als abstraktes Kopfgemälde daherkommt, als allenfalls theoretische Antithese zu dem Sommerhoch, in dem man noch stur die letzten Bäder nimmt. Doch beim täglichen Waten durch ein immer imposanter werdendes Blättermeer lässt es sich nicht mehr leugnen: Der Wind wird strenger, die Landschaft kahler und die Zehenspitzen kälter. Wieder einmal heißt es Adieu sagen zu unbeschwert warmen Abenden im Freien, zu luftigen Looks und müßigen Stunden der Sonnenanbetung. Herbstliche Katerstimmung nach dem Sommerrausch? Darf man sich angesichts der verlorenen Sommergelüste durchaus ein paar Tage erlauben.

Spätestens aber, wenn der erste kräftige Windstoß die letzte Hoffnung auf einen ewig währenden Sommer davonfegt, erwacht eine andere, aber ebenso intensive Lust zu neuem Leben: die nach heimischer Gemütlichkeit und Behaglichkeit, nach dampfenden Tassen heißer Schokolade, knisterndem Kaminfeuer und nach weichen Stoffen, mit denen sich Haut und Seele streicheln lässt. Möge die schneidende Kälte für rote Nasenspitzen und der Regen für fiese Wasserränder an den Schuhen sorgen – all das ist vergessen, wenn man die Tür hinter sich ins Schloss fallen und sich selbst ins wohlig gemachte Nest sinken lässt.

Worüber allerdings selbst die flauschigste Decke nicht vertrösten kann: wenn die Wärme nicht bis in die Zehenspitzen ankommt. So leiden schätzungsweise etwa acht von zehn Frauen an kalten Füßen. Sie sorgen nicht nur dafür, dass Frau nicht warm wird, obwohl sie warm steckt – sondern auch dafür, dass manch heißes Aufbrodeln männlicher Leidenschaft in einer kalten Schrecksekunde verglimmt.

Kalte Füße und ihre Ursachen

Die möglichen Ursachen kalter Füße sind vielfältig, aber in aller Regel auf eine Kombination aus schlichter Auskühlung und Durchblutungsstörung zurückzuführen. Dass es dabei besonders Frauen trifft, lässt sich leicht erklären: Sie besitzen von Natur aus weniger Muskelgewebe als der männliche Gegenpart. Dazu muss man wissen, dass bei der Produktion von Körperwärme die Muskelmasse eine gewichtige Rolle spielt – wird doch ein Großteil des Wärmehaushalts durch ihre Aktivität reguliert. Je weniger Muskeln somit vorhanden sind, desto schneller kühlt der Körper aus. Während das Körpergewicht einer Frauen gerade einmal zu 23 Prozent auf Muskeln zurückzuführen ist, ist der Mann mit 40 Prozent ein echtes Energie- und Wärmepaket.

Doch nicht nur bei der Produktion von Wärme sieht sich das weibliche Geschlecht mit ungünstigeren Voraussetzungen konfrontiert, sondern auch bei deren Speicherung. Da eine Frau in aller Regel weniger Körpermasse bei gleicher Hautoberfläche aufbringt, entschwindet die Wärme deutlich schneller als beim Mann. Die Folge: Kaum sinken die Temperaturen, wird das gleichmäßige Versorgen aller Körperteile mit Wärme zur kniffeligen Herausforderung. Ist diese im Einzelfall nicht zu meistern, wird im Organismus pragmatisch mit der kostbaren Körperwärme gehaushaltet: So werden zunächst nur alle lebenswichtigen Organe mit dem benötigten Wärmenachschub versorgt. Klarer Verlierer auf der Prioritätenliste: die Füße, die darauf so weit unten angesiedelt wie ihre anatomische Lage.

Stattdessen wandert alle Wärme, transportiert vom Blut, zunächst in die Körpermitte, die bei der Frau als am lebensnotwendigsten eingestuft wird. Weiter entfernte Gliedmaßen hingegen haben das Nachsehen, ihnen wird wortwörtlich der Wärmehahn zugeschraubt. Denn um dem Wärmetransporter Blut gar nicht erst auf Abwege gelangen zu lassen, werden die zu Füßen, Händen und Ohren führenden Gefäße verengt. So kommen zu der Auskühlung auch noch Durchblutungsstörungen hinzu. Dabei nimmt der Körper in Extremfällen durchaus auch mal in Kauf, dass die Füße mit einer Temperatur von acht Grad Celsius jedem Kühlschrank Konkurrenz machen können.

Das hilft, wenn Wärme und Blut aus den Füßen weicht

Füße gilt es also ganz besonders vor der rauen Kälte zu schützen. Warme Socken aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Wolle sowie Thermosohlen eignen sich dabei als einfachste Maßnahmen, um die empfindlichen Gliedmaßen unterwegs warm zu halten. Wer einer Unterkühlung besonders intensiv vorbeugen möchte, kann darüber hinaus auf heizbare Körnerkissen und spezielle, die Durchblutung anregende Fußcremes zurückgreifen.

Sollten beim Nachhause kommen die Füße dennoch eher an Eisklumpen als an wohl durchblutete Körperteile erinnern, hilft unter Garantie ein warmes Fußbad: Versetzt mit ätherischen Ölen aus Thymian oder Rosmarin wärmt es die Füße nicht nur auf, sondern bringt gleichzeitig auch die Durchblutung wieder in Schwung. Wenn dann als Topping des Verwöhnprogramms die frisch gebadeten Füße in ein warmes, weiches Etwas verpackt werden, dann schwebt tatsächlich jede Eisprinzessin wieder auf herrlich warmen Wolken.

Längerfristige Erfolge kann man derweil auch mit regelmäßigen Saunagängen, Massagen und dem Kneippen erzielen – all das kurbelt den Kreislauf an. Und fördert damit auch die Blutzufuhr in jene entlegene Region des Körpers, die uns nicht nur trägt, sondern auch verdient hat, selbst mal auf Händen getragen zu werden… Wer den Füßen diesen Gefallen tut, wird schließlich mit Pantoffeln am Fuß, der dampfenden Tasse Schokolade in der Hand und dem knisternden Kaminfeuer vor Augen dem entschwundenen Sommer mit Sicherheit keine Träne mehr nachweinen.

Unsere persönliche Empfehlung: Als ideales „Verpackungsmaterial“ für kalte Füße schwören wir auf weich gefütterte Pantoffeln oder auch Bettschuhe, die man auch ganz bequem und mit warmen Füßen von zu Hause aus bei gut sortierten Online-Shops ordern kann.

 

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