✿ Landesgartenschau Apolda: Blumen – Glocken – Strick

Impulsregion Erfurt, Weimar, Jena

Weimarer Land bietet Kunst, Kultur, Natur.
In Apolda findet die Thüringer Landesgartenschau 2017 statt und alle Apoldianer bringen sich ein. Mit Fantasie und der Hilfe begeisterter Mitbürger dehnt sich das Gelände über die ganze Stadt aus.

Bekannt für seine Glockenmanufaktur und Strickindustrie ist Apolda, eine Stadt mit 22.000 Einwohnern im Weimarer Land.

Weil die Arbeit in den Fabriken wegen Staub, Hitze, Kraftanstrengung kräftezehrend war, legten schon vor über 100 Jahren die Fabrikbesitzer Landschaftsgärten für die Apoldianer an. Fabrikarbeiter und ihre Familien nutzten intensiv bis auf den heutigen Tag diese Grünstreifen entlang des Flusses. Nicht nur das. Seit dem Zuschlag zur Landesgartenschau bringen sie sich ein für „ihren Garten“, der auch die Stadt Apolda mit einbezieht.

Es wird gestrickt und gewirkt, um den Besuchern eine bessere Orientierung zu bieten.

Vom Glockenmuseum, Textilmuseum, Kunstmuseum durch die Stadt bis hin zum Gelände der Landesgartenschau führt der „rote Faden“. Gehäkelte rote Blumen hängen daran, wie es sich für eine Stadt gehört, in der die Strickindustrie zuhause ist.

Der „Rote Faden“ führt an der gotischen Kirche vorbei.


In dieser hohen Backsteinkirche predigte Martin Luther vor 500 Jahren. Ein Blick hinein lohnt sich schon wegen der bunten Glasfenster. Ebenfalls bunt, weil gut ausgeleuchtet, strahlen die zeitgenössichen Bilder mit floralen Motiven. In dem dunklen Kirchenschiff wirken sie mit ihren klaren Formen besonders ausdrucksstark.

In der Gartenschau tauchen die Wahrzeichen Apoldas immer wieder auf.

Glocken erzeugen Musik. Das ist nicht immer einfach, obwohl es doch so leicht klingt – wenn jemand es kann. Diese Installation zeigt, dass es schön pieksig sein kann, bevor es luftig und leicht klingt.

Bunt sehen die Strickmuster aus, die in den Musterbüchern gesammelt wurden. Genau diese Farben und Anordnungen finden sich auf den Beeten wieder. Die gleichen Blumenfarben und Ornamente wie im Musterpulli. Gestrickte Blumenbeete – das ist wirklich etwas Besonderes.

Kunstobjekt als Hinweistafel.

Eine elegante Dame im Stil der 20er Jahr spaziert am Fluss entlang in die Richtung, die den Besuchern den Weg weist. Sie ist so groß, dass sie auf der anderen Seite des Sees noch gut sichtbar ist. Gekleidet ist sie mit buntem Strickkleid im Stil der 20er Jahre, der Blütezeit von Apolda. An der Leine führt sie einen Dobermann, ebenfalls ein Apoldianer. Ein Herr namens Dobermann züchtete diese Rasse, die als Wach- und Schutzhund beliebt wird. Sogar in Filmen spielt der Dobermann eine Rolle.

Diese Landesgartenschau zeigt sich regional bis ins Kleinste, ist aber weitaus größer als das eingezäunte Gelände.

 


Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:

Erfurt-Tourismus
Kulturstadt Weimar
Glockenstadt Apolda

Die Eindrücke  formten sich im Rahmen der Pressereise unter dem Motto „Garten.Impulse“.

Herzlichen Dank für die fachkundigen Rundgänge und die hervorragende Organisation.


 

Mehr über Thüringen: