☼ Wetterregel: Schlehenkälte

Weitaus weniger bekannt als zum Beispiel die „Eisheiligen“ ist die alte Bauernregel namens „Schlehenkälte“, obwohl sie jedes Jahr wiederkommt – allerdings nicht zu einem bestimmten Termin. Sobald diese Wetterregel greift, wird es eisig kalt!

Schlehenhecke in voller Blüte
Meiner Meinung nach gehört sie zu den gemeinsten Wetterregeln, weil selbst Wetterkundige immer wieder auf ihre Hinterhältigkeit hereinfallen.
Zeigerpflanze ist hier die Schlehe, ein dorniger Busch, der im Frühling weiß blüht und im Herbst dunkelviolette Früchte hervorbringt, die in Form und Größe den Oliven ähneln. Diese Schlehenfrüchte zeichnen sich durch Säure aus, die aber wiederum hoch an Vitamin C sein soll – also gesund und gut gegen Skorbut und Erkältungskrankheiten!
Die weißen Blüten der Schlehe entfalten sich in jedem Frühjahr zu unterschiedlichen Zeiten, meist zwischen März und Mai.
Um aufzublühen, benötigt die Schlehe nämlich richtig warme Tage. So spielt sich jedes Jahr das gleiche Drama ab. Es wird warm und wärmer, manchmal sogar über 25 Grad Celsius. Frühlingsgefühle kommen hoch, die kurzärmligen Blusen werden aus dem Schrank geholt, der Wintermantel in die Reinigung gebracht, der Kamin gesäubert. So geht es zumindest bei 95 % der Bevölkerung, die diese Wetterregel nicht kennen. Diejenige, die sie kennen, hoffen auf ein Aussetzen in diesem Jahr. Sobald der Heckenstrauch aussieht wie eine weiße Wolke, schlägt das Wetter um. Zack – von einem Tag auf den anderen. Und wie in jedem Jahr hat keiner ernsthaft damit gerechnet! Es ist auf alle Fälle kalt, kann auch schneien oder regnen oder stürmen oder hageln – eventuell alles zusammen.
Sobald die schönen schneeweißen Blüten erschlaffen und sich in ein schmutziges Braun verwandeln, ändert sich das Wetter wieder. Das kann ungefähr zwei Wochen dauern. Danach steht dem lieblichen Frühjahr nichts mehr im Wege,wenn man von den Eisheiligen absieht. Kommen Schlehenkälte und Eisheilige auf einen Termin, dann haben wir die Kälte hinter uns. Es ist „ein Aufwasch“ 😉


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