♫ Inhalt / Handlung: Herzog Blaubarts Burg – Oper von Béla Bartók

Die Geschichte von Herzog Blaubart, dem Mörder seiner Ehefrauen, geht auf eine Sage aus dem 17. Jahrhundert zurück.
Judith folgt Herzog Blaubart auf seine Burg. Für ihn hat sie Ihren Verlobten, ihre Eltern und Geschwister zurückgelassen. Von einem liebenden Ehemann ist nichts zu spüren. Als sich das Burgtor für immer schließt, findet sie sich in einem dunklen, nassen, eisigen Gemäuer wieder. Mit dem Elan einer frisch Verliebten macht sie sich ans Werk, das traute Heim mit Licht, Liebe und Leben zu füllen. Zuerst kommt die Bestandsaufnahme.  Sie stellt fest, dass es sieben verschlossenen Türen in der Burg gibt, die ihrer Meinung nach ins Licht und in die Wärme führen müssen.


 

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Judith besteht darauf, dass Blaubart ihr den Schlüssel gibt.

Herzog Blaubarts Burg
Hinter der ersten Tür  hört Judith die Mauern seufzen und sieht Ketten, Messer, Henkerbeile. „Meine Folterkammer“, lautet die stolze Erklärung. Hinter der zweiten Tür entdeckt sie blutende Wände, Blut an sämtlichen Kriegsgeräten – Blaubarts Waffenkammer.

Jetzt möchte sie es genauer wissen und verlangt die weiteren Schlüssel. Auf seine Frage: „Warum“ hält sie ein entwaffnendes „Weil ich dich liebe“ parat. Hinter der dritten Tür glitzert es vor lauter Gold und Geschmeide, doch auch in seiner Schatzkammer klebt alles voller Blut – von den Wänden bis zu den Kronen. Judith öffnet schon die vierte Tür, immer verfolgt von Blaubart, der seine Geheimnisse offenbart sieht. Ein schöner Garten kommt ans Licht. Mit Rosen und Lilien, an denen Blut klebt. Für die fünfte Tür gibt Blaubart ihr noch den Schlüssel, beschwört sie aber, es damit gut sein zu lassen. Staunend blickt sie auf die riesigen Ländereien von Blaubarts Reich.
„Das alles soll nun dir gehören“ versucht er sie abzulenken. Auch seine wenig originellen Annäherungsversuche nützen nichts. Judith besteht auf den letzten beiden Schlüsseln.


Hinter der sechsten Tür entdeckt sie stilles, helles Wasser.

Jetzt sieht Judith endlich klar, trotz ihrer blinden Verliebtheit. Das sind die Tränen seiner früheren Frauen. Einzig getrieben von der Angst, dass er seine Exfrauen mehr geliebt haben könnte als sie, besteht sie darauf, die letzte Tür zu öffnen.
Hier kommt ihr Herzog Blaubarts Harem entgegen, dem sie bald angehören wird. Seine früheren Frauen verkörpern die Morgenröte, die Mittagssonne, die Abenddämmerung. Ihr bleibt nur noch die Dunkelheit der Nacht. Bevor sie sich zu seiner Ehefrauen-Sammlung gesellt, beteuert sie noch, nur ihn allein zu lieben.
Sobald die Tür sich hinter Judith schließt, steht Herzog Blaubart allein in seinem dunklen Gemäuer.
Wie lange?


 

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Informationen zur Oper

Die Gebrüder Grimm nahmen diese Geschichte in ihre Sammlung auf; zahlreiche Dichter, Maler und Komponisten variierten dieses Thema. Diese Inhaltsangabe bezieht sich auf den Text von Béla Balázs, deutsche Übersetzung von Wilhelm Ziegler.
Die Musik zur Oper in einem Aufzug komponierte Béla Bartók, Die Uraufführung fand am 24. Mai 1918 im Königlichen Opernhaus in Budapest statt.

Herzog Blaubarts Burg (ungarischer Originaltitel A kékszakállú herceg vára)

Spieldauer: ca. 1 Stunde
Ort und Zeit der Handlung: die imaginäre Burg Herzog Blaubarts

Personen:
Herzog Blaubart (Bariton)
Judith (Mezzosopran)
Blaubarts drei frühere Frauen (stumme Rollen)
Sprecher des Prologs

 

Herzog Blaubarts Burg:

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