✍ Bilderbuch-Tipp: Pinocchio – Buchklassiker aus Italien

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Für schulmüde Kinder schrieb Carlo Collodi lehrreiche Geschichten. Sie sollten zeigen, was alles passieren kann, wenn Kinder die Schule schwänzen oder sich unartig verhalten. Außer dem erhobenen Zeigefinger steckt noch viel Fabulierkunst in diesem Märchen.

Kinder lieben die Geschichten – bis zum heutigen Tage.

Wer die Oper „Pinocchios Abenteuer“ mit Musik von Jonathan Dove im der Oper Stuttgart gehört und gesehen hat, wird mit den Figuren auch gleich Musik verbinden. In diesem Bilderbuch gibt es ein Wiedersehen mit sämtlichen Persönlichkeiten. Der Feuerfresser mit seinen schwarzen Bart, der gutmütig auf Pinocchio schaut. Die grüne Grille, die sich durch die Geschichte hüpft, platziert sich im Buch mal oben, mal links und mal rechts. Alles sind Bekannte bis hin zu der blauen Fee, die sich mütterlich um den kleinen Kerl sorgt. Nicht alle Geschöpfe sehen so lieb aus wie die gute Fee. Verschlagenen blicken die Marder, wenn sie mit ihren spitzen Zähnen und ebenso spitzen Mäulern dem armen Pinocchio gefährlich nahe kommen. Es fällt leicht, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Nicht nur die charmanten, liebenswerten Zeichnungen, die ganze Aufmachung des großformatigen Buches ist ein Gedicht. Die Geschichte steht nicht etwa nur da, um gelesen zu werden. Text und Illustration bilden eine Einheit. Obwohl der Feuerfresser anfangs groß und furchterregend aussieht, wird er doch im Laufe der Geschichte immer liebenswürdiger. Genau so steht es im Buch. Große Buchstaben drängen sich am Anfang der Seite dicht zusammen. Im Laufe der Geschichte werden die Buchstaben kleiner, der Abstand zwischen den Zeilen dafür umso größer. Die Schrift läuft wie ein Sturzbecher trichterförmig zusammen.
In der Geschichte mit dem Richter hat die Schrift die Form eines Schlüsselloch, durch das wir ins Gericht schauen.
Die Taube fliegt ihre Handlung im Text in einer Spirale. Hier muss das Buch mit gedreht werden, wenn man wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht. Und wenn Pinocchio mit dem Hund ins Meer springt, stehen die Buchstaben dieses Ereignisses in Wellen da.

Zum 130. Geburtstag des Klassikers Pinocchio wurde 2011 ein Wettbewerb veranstaltet.

Manuela Adriani gehört zu den Gewinnern. Ihre Illustrationen sind so fein und sensibel, dass ich dieses Bilderbuch nicht nur für Kinder empfohlen mag, im Gegenteil – Erwachsene haben an diesen Zeichnungen genau so viel Freude, können träumen und die Erinnerung an ihre persönliche Geschichte vom Schulschwänzer Pinocchio auffrischen.

Pinocchio von Manuela Adreani, White Star Verlag (20. April 2014), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 8863122016

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