☛ Neu im Landesmuseum Stuttgart – Kunstkammer, Kelten, Antike

Neu ab 21. Mai 2016: In Stuttgart im Alten Schloss werden gleich drei Abteilungen des Württembergischen Landesmuseums für Besucher geöffnet.

„Wahre Schätze“, nämlich die
Kunstkammer
– Herzstück des Landesmuseums
Kelten
Antike
präsentieren sich neu.

Das Landesmuseum befasst sich mit der Geschichte des Landes Baden-Württemberg. Insgesamt befinden sich nach Aussage von Museumsdirektorin Dr. Cornelia Ewigleben rund 1.000.000 (eine Million) Objekte in der Sammlung, viele von internationalem Rang. Nun ja, alles kann nicht gezeigt werden, selbst nicht in den mit 1.200 Quadratmetern weitläufigen Sälen des Alten Schlosses.

Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg – Herzstück der Sammlung.

Schon 1596 wurde die Kunstkammer, aus der sämtliche Abteilungen hervorgehen, schriftlich erwähnt. Württemberger Herzöge sammelten über Generationen hinweg Kostbarkeiten und Kuriositäten, hinzu kamen Gastgeschenke und Stiftungen bedeutender Kunstmäzene.

In den neu gestalteten Räumen im ersten Stock des Museums präsentiert die Kunstkammer sich ähnlich wie zur Zeit der Herzöge. Allerdings sind die Schränke nicht mit Holztüren verschlossen. An dessen Stelle sind sie rundum in Glas eingefasst – nicht einfach Glas, sondern entspiegeltes Glas. Die Besucher sehen also nicht sich selbst, jedoch die Objekte in den Vitrinen. Und sie sehen nicht nur die Schauseite, denn die Vitrinen sind auf allen Seiten verglast. Somit wird jedes Objekt mit Vorderseite und Rückseite sichtbar. Einige Prunkstücke sieht man sogar von unten, wie diesen Edelsteinpokal. Drei hauchdünne Schälchen aus Achat funkeln im Gegenlicht. Passend zum Wellenmuster taucht Poseidon in ihrer Mitte auf. Diese Dreierschale ist ähnlich kostbar wie Becher aus rotem Rubinglas. Wie der kostbare Edelstein Rubin funkeln auch diese gläsernen Trinkgefäße. Was die Natur in Millionen von Jahren bewerkstelligte, stellten Glasbläser mit den gleichen Mineralien in einem Schmelzvorgang her – zumindest optisch.

 

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Kelten

In der Kunstkammer befand sich auch Keltenschmuck aus einer Grabbeigabe. Dieser Goldschmuck veranlasste Forscher, nach der eigenen Vergangenheit zu suchen. Seit über 140 Jahren wird systematisch nach Zeugnissen der Kelten gegraben, die von 700 bis 500 vor Christus im heutigen Baden-Württemberg lebten.

In der neu gestalteten Kelten-Abteilung sehen die Besucher den hohen Stand der damaligen Technik. Großes handwerkliches Können zeigt sich in Form von Keramik – Töpfe von zirka 30 Liter Inhalt sowie zwei Schalen, so groß wie Lenkräder der LKWs, die in der heutigen Zeit in dieser Region gebaut werden. Dabei sind diese Gefäße vor zweieinhalb tausend Jahren entstanden, und zwar ohne Drehscheibe.

Verziert sind die Schalen mit Ornamenten aus gestanzten Punkten, abwechselnd mit einem geometrisch geritzten Muster. Bis heute ist die farbige Dekoration erhalten geblieben. Ein feiner Überzug aus dunkelrotem Ton, abwechselt mit schwarzen Flächen. Die Schwierigkeit besteht darin, akkurat den Zeitpunkt zu finden, in dem der farbige Überzug genauso schnell trocknet wie das Werkstück darunter. Trocknen die Schalen schneller als der Überzug, springt die Farbe ab. Und bevor es im Feuer gebrannt werden kann, muss so ein Riesentrumm noch gleichmäßig trocknen. Mehrere dieser Gefäße haben den Brand gut überstanden, ohne am Boden zu reißen. Hut ab vor so viel meisterlicher Handwerkskunst.

 

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Antike

Auch Jahrtausende nach den Kelten glänzt die Region mit Tüftlern. Der Mäzen Ernst von Sieglin verdiente mit seiner Erfindung von trockenen Seifenflocken viel Geld, das er in Kunstsammlungen anlegte. Kunst aus dem griechisch-römischen Ägypten hat es ihm angetan. Seine exquisite Sammlung stiftete er König Wilhelm II von Württemberg.

Im Antiken-Saal erhält diese Sieglin-Sammlung einen eigenen Raum, in den die besonderen Stücke hervorragend zur Geltung kommen. Diese gelungene Präsentation finanzierten die Nachfahren der Familie von Sieglin – ein nachhaltiges Mäzenaten-Geschenk im Sinnes ihres Vorfahren.
Nach außen hin zeigt sich ein dicker schwarzer Zylinder mit einer Öffnung, durch die Besucher ins Innere gelangen. Und schon stellt sich das Gefühl ein, in einer Pyramide zu stehen – direkt in einer Grabkammer. Dunkel ist es hier, aber die Objekte in den Glasfenstern dieser runden Kammer sind erleuchtet. Berührend sind die Portraits auf den Mumiensärgen. Der lebensgroße Kopf einer schönen jungen Frau schaut mit nach innen gekehrtem Blick aus dem Dunkel. Ihr herzförmiges Gesicht mit der sorgfältig gekämmten Frisur, große braune Augen unter starken Augenbrauen, geschminkte Lippen, Ohranhänger und dezenter Halsschmuck entzückten schon die Ausgräber, die ihr den Namen „schöne Eirene“ gaben.


Die Mumienportraits der beiden jungen Männer wirken wie heutige Nachbarn von nebenan. Dabei sind sie schon vor 2.000 Jahren gestorben.

 

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Freier Eintritt bis zum 29. Mai 2016 für die neu eröffneten Sammlungen „Wahre Schätze. Antike – Kelten – Kunstkammer und natürlich auch für die übrigen Abteilungen des Landesmuseums im Alten Schloss in Stuttgart.

 

Museum – ganz lebendig::