☼ Wetter am 19. Oktober 2012 – Streuobstwiese im Herbst

Mit 23 Grad Celsius ist es warm, außergewöhnlich warm für Ende Oktober. Dabei sollte es nach der 12-Tage-zwischen-den-Jahren-Wetterregel nur regnen und regnen.

Das hat durchaus angenehme Seiten, besonders für die Obstbauern. Die meisten Apfelbäume sind schon abgeerntet. Die Äpfel liegen entweder im Keller, fein säuberlich nebeneinander, damit sie nicht faulen, oder in Kisten, bereit zum Verkauf.

Jetzt werden noch die Falläpfel aufgesammelt. Das macht an einem sonnigen Tag deutlich mehr Spass als bei Regen. Besonders dann, wenn die Wettervorhersage für Oktober 2012 etwas ganz anderes sagt.

Äpfel mit Druckstellen eignen sich nicht zum Lagern. Sie müssen möglichst schnell verbraucht werden, bevor sie faulen. In Säcken, Körben oder Anhängern kommen sie in die Mosterei, werden gepresst, in Flaschen gefüllt  und stehen bald als „Kirchheimer Apfelsaft“ in den Regalen der Supermärkte.
Bleibt dieser Apfelsaft noch etwas liegen, fängt er langsam an zu gären und liefert den beliebten Most (schwäbisch: Moscht), ein außerhalb Schwabens nur bei Diabetikern bekanntes, herbstliches Nationalgetränk. Hervorstechend sind dabei der Alkoholgehalt und die Säure. Beides zusammen macht echte Schwaben lustig, vor allen Dingen, weil der Most preisgünstig zu haben ist. Was übrig bleibt, wenn die Kohlensäure draußen ist und das Prickeln den Geschmack nicht mehr übertönt, wird im Reformhaus verkauft – als Apfelessig.

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Ernte: