CMT: Reiseziele Alpen – Schwarzwald – Bayerischer Wald

Gebirge für Kunst-Genuss-Kulturliebhaber

Berge locken mit Architektur, Genuss, Glas – Touristen finden Spezialitäten in Vorarlberg, Kinzigtal, Arberland. Gebirge bieten neben fotogener Landschaft und Kraxeltouren Platz für Experimentelles genauso wie für Tradition.

Moderne Holzarchitektur in Vorarlberg.

Holzarchitektur im Bregenzerwald © Adolf Bereuter Bregenzerwald Tourismus

Schon Erich Kästner schwärmte in den dreißiger Jahren von den Alpen. Weitere Künstler und Schöngeister folgten. Heutigen Kunstkennern bietet Vorarlberg eine Fülle an moderner Architektur.
Die meisten Häuser sind aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gefertigt. Aus diesem Material bestehen die alten Bauernhäuser und die neuen, aufsehenerregenden Bauten, sogar ein Hochhaus ganz aus Holz. In Vorarlberg existieren eine Fülle von traditionell hervorragenden Handwerksbetrieben, die auf eine lange Bauerfahrung zurückblicken: „Wir ehren das Alte und grüßen das Neue“. Inzwischen weltbekannt ist das 1000 Einwohner Dorf Krumbach, in dem 14 spektakuläre Buswartehäuschen stehen. 14 Architekten aus der ganzen Welt von China, Japan, Russland, Europa bis Chile entwarfen je eine dieser Wartestationen. Jedes in seiner Art außergewöhnlich.

Sahne, Kirschen, Kirschwasser = Schwarzwälder Kirschtorte

Der Schwarzwald ist eine Genussregion, was den Badenern ja generell nachgesagt wird. In den Flusstälern wachsen Gemüse und Obst auf fruchtbaren Feldern und in Gärten. Dem Kirschbaum kommt eine besondere Bedeutung zu. Aus der Frucht wird das hochprozentige Schwarzwälder Kirschwasser gebrannt. Bis auf den heutigen Tag kochen die Schwarzwälderinnen die Kirschen in Gläser ein, um das ganze Jahr über ihre unnachahmliche – von Haus zu Haus individuelle – Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Ohne die ist keine Geburtstagsfeier, Taufe, Jubiläum denkbar.
Die Torte besteht aus drei schokoladenbraunen Biskuitböden, die vor dem Aufeinanderschichten befeuchtet werden. Dazu greift die Schwarzwälderin beherzt die Schnapsflasche am Hals, hält den Daumen auf die Öffnung und verspritzt das Kirschwasser auf die Tortenböden. Je nach Daumengröße und Ausdauer wird der alkoholische Prozentgehalt der Torte errechnet.
Zwischen und auf die schwarzbraunen Tortenböden kommen weiße Sahne und rote Kirschen. Oben erhält die Torte, je nach künstlerischer Ambition der Bäckerin, eine aufgespritzte Dekoration mit weißer Sahne, roten Kirschen und geraspelter Schokolade.
Schwarz – weiß – rot, die Farben der Schwarzwälder Kirschtorte.

 

Bayerischer Wald – Arberland – Glaswald

Selbst wer noch nie im Bayerischen Wald war, hat die Erzeugnisse stets um sich herum. Trinkgläser aus Zwiesel und Frauenau finden sich in Restaurants, Flughäfen, Privathaushalten.
Auf eine lange Tradition blickt die Glasindustrie zurück, bis ins Mittelalter. Das liegt an den Rohstoffen, die hier auf und in den Böden vorkommen. Quarz ist der Hauptrohstoff, ebenso die Zuschlagstoffe, die das Glas zum Schmelzen bringen. Erst bei einer Temperatur von mindestens 1.000 Grad schmilzt das Glas zu einer zähflüssigen Masse, die in Formen gegossen oder geblasen wird. Um die Schmelzöfen auf eine derart hohe Temperatur zu bringen, war jahrhundertelang der nachwachsende Rohstoff Holz zuständig. Sorgfältiger Umgang mit dem Holz liegt den Waldlern im Blut, denn er bildet ihre Existenzgrundlage. Bis zum heutigen Tage wird mit den Bäumen kein Raubbau betrieben.
Künstler, die mit dem zerbrechlichen Werkstoff arbeiten, haben sich hier um die Glashütten herum angesiedelt. Ihre kreativen Spuren hinterlassen sie in der ganzen Umgebung, wie im „Glaswald“ bei Frauenau. Im Sonnenschein funkeln und leuchten die Skulpturen aus Glas. Je nach Lichteinfall und Farbe glitzern sie und und werfen durchsichtige Schatten.
Glasliebhaber sind Feuer und Flamme, auf wenigen Quadratkilometern eine Ballung von kreativen Künstlern, Handwerkern, Glashütten und Galerien zu finden.

 

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