✍ Inhalt / Handlung: “Diese Fahrgäste!” von Anton Tschechow

Einakter und Erzählungen von Kleinbürgern und Großbürgern bis hin zu kleinen und großen Künstlern – Figuren und Charaktere von Anton Tschechow:

 

Diese Fahrgäste!
Das Jubiläum
Tragödie wider Willen
Er und Sie
Schwanengesang
Pianist


 

Diese Fahrgäste!

In einem Eisenbahnabteil fragt der Kondukteur nach den Fahrkarten. Er weckt einen schlafenden Fahrgast, bekommt aber einen Schwall von Beschimpfungen ab, warum er ihn wegen solch einer Lappalie aufwecke. Der Kondukteur beruft sich auf seine Pflicht, die Fahrkarten zu kontrollieren. Der Fahrgast ist anderer Meinung und mit ihm allmählich die anderen Fahrgäste. Der Kondukteur hat einen schwierigen Stand und kommt fast vom Kontrolleur in die Rolle des Beschuldigten.

Das Jubiläum

Keine Ruhe findet ein griesgrämiger Angestellter, der seinem Chef für die Jubiläumsfeier eine Rede schreiben soll, aber nichts zusammen bekommt, weil er dauernd gestört wird. Er versucht, sich zu konzentrieren, während sein Chef mitteilungsbedürftig die Anfänge seiner Bank vor seinem geistigen Auge Revue passieren lässt. In diese beschauliche Zweisamkeit platzt die Frau Bankdirektor, die ohne Punkt und Komma von ihren Erlebnissen der Bahnfahrt und dem vergangenen Familienbesuch erzählt. Als wenn diese Frau nicht schon genug der Plagen wäre, kommt auch noch eine andere Frau. Sie fordert von dem Bankdirektor Geld, das ihr Mann nicht bekommen hat, als er aus der Armee entlassen wurde. Es nützt nichts, ihr zu erklären, dass sie an der falschen Adresse ist – sie lässt nicht locker. Wer wird siegen?

Tragödie wider Willen

Ein viel beschäftigter Ehemann, den seine Frau mit allem möglichen beauftragt, rennt völlig gestresst durch die Gegend. Von einem zum anderen Handwerker, Geschäftsmann, Behörde hat er zu gehen, um ihre Aufträge zu erledigen. Er kann nicht mehr und möchte sich die Kugel geben.
Als derjenige, den er für diesen Zweck um eine Pistole bittet, ihn wiederum beauftragt, einer Bekannten die Nähmaschine von der Reparatur zu holen und bei der Gelegenheit noch den Vogelbauer mitzunehmen, dreht er durch.

Er und Sie

Dieses Ehepaar – sie eine gefeierte Sängerin, er, ein Kassierer ihrer Gagen, der ansonsten ständig betrunken ist – sieht  sich selten an; sie sprechen kaum miteinander. In Gesellschaft setzen sie sich weit voneinander weg. Dann kommen beide zu Wort. Der Mann berichtet, warum er seine Frau hasst, aber dennoch liebt. Sie berichtet, warum sie ihn geheiratet hat, ihn hasst und dennoch liebt.
Eine eingespielte, aber verfahrene Ehe, an deren Verlauf keiner schuld ist und doch beide beteiligt sind.

Schwanengesang

Ein alter Schauspieler schläft betrunken in der Garderobe ein und wähnt sich beim Aufwachen allein im Theater. In einem Monolog lässt er sein Leben theatralisch an sich vorbei ziehen. Später gesellt sich ein Kulissenschieber hinzu, der unter der Garderobe schläft, weil er keine Wohnung hat. Der alte Schauspieler spielt noch einmal seine großen Rollen durch, mit dem Theaterdiener als Stichwortgeber.

Pianist

Der Pianist, der auf Festen zum Tanz aufspielt, erzählt lachend sein Erlebnis. Er hatte sich beim Fest kurz eingespielt, da setzte sich ein junges Mädchen zu ihm und plapperte auf ihn ein. Sie hörte erst auf, als eine Gouvernante ihr etwas ins Ohr flüsterte. Es muss derart peinlich gewesen sein, weil sie rot wurde, aufsprang und wegrannte.
Später erfuhr er, dass sie ihn als einen Gast, nicht als den Tanzpianisten angesehen hatte. Bitter kam ihm hoch, dass er nach Moskau gekommen war, um in den großen Konzertsälen zu spielen – jetzt erkennt er, dass man ihn wegen seiner (Nicht)Kunst flieht. Das Lachen bleibt ihm im Hals stecken.

 

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