❢ 12 Rauhnächte – Orakel, Sitten & Gebräuche in der Zeit zwischen den Jahren

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Von regional unterschiedlichen Sagen, Sitten und Bräuchen sind die Tage vom 25. Dezember bis 6. Januar geprägt. Böse Geister werden verjagt, gute Geister werden beschworen.
Orakel, die die Zukunft voraussagen sollen, werden besonders gern an Silvester befragt – bis zum heutigen Tage. Wer sich nicht für abergläubisch hält, macht in den Rauhnächten gern eine Ausnahme.

  Übersicht sämtlicher Orakelkarten für die Rauhnächte



Woher kommt der Name Rauhnacht?

Bestimmte Kräuter wurden in den Tagen zwischen den Jahren großzügig verräuchert. Der Name Rauhnacht kommt wahrscheinlich vom Weihrauch. Damit hoffte man, das Böse, Unangenehme, Kranke des letzten Jahres zu beseitigen. Diese Tätigkeit kann mit Säubern oder Desinfizieren bezeichnet werden. Nach der Christianisierung konnte diese Zeit des Umbruchs nicht aus den Köpfen und Gemütern ausgerottet werden – also wurde sie umgewidmet. Am Anfang der Rauhnächte steht Weihnachten mit der Geburt Christi, am Ende die Heiligen Drei Könige. Die Bräuche, Wünsche, Vorahnungen in der Zeit zwischen den Jahren sind in vielen Gegenden erhalten geblieben.

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Warum muss die Familie in den Rauhnächten eng zusammen bleiben?

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte möglichst niemand mehr aus dem sicheren Haus gehen, denn an Silvester öffnet sich das Geisterreich – vorher und hinterher gibt es vereinzelte Ausreißer. Verstorbene, die keine Ruhe fanden, und allerlei regionale Dämonen sind unterwegs und/oder bedrohen in Gestalt des Werwolfs Mensch und Vieh.

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Warum darf in den Rauhnächten keine Wäsche gewaschen werden?

In dieser Zeit darf nicht gewaschen werden, weil die großen, weißen Leintücher von den Untoten als Leichentuch oder Leichenhemd für ein Familienmitglied verwendet werden. Dieser Brauch wurde in der Vor-Waschmaschinen-Zeit streng eingehalten, zur Freude der „Waschweiber“. In der eiskalten Jahreszeit genießen sie ihren Jahresurlaub, den sie sich unter Todesandrohungen erkämpften.

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Welche Orakel werden in den Rauhnächten befragt?

Wer ganz neugierig ist, kann etwas über die Zukunft erfahren, ohne es selbst erleben zu dürfen. Um Mitternacht sprechen die Tiere die menschliche Sprache und verkünden – je nach Region – entweder Glück oder Unglück. Wer die Tiere sprechen hört, stirbt bald darauf, ohne sein Wissen weiter gegeben zu haben.
Ebenfalls um Mitternacht hat eine ledige Frau die Gelegenheit, an einem Kreuzweg(!) ihren zukünftigen Ehemann vorüber gehen zu sehen. Spricht sie ihn allerdings an, stirbt er und sie bleibt allein bis an ihr Lebensende.

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Was sagen die Rauhnächte über das Wetter des kommenden Jahres?

Die 12 Tage und Nächte zwischen den Jahren sollen das Wetter für das kommende Jahr voraussagen.  Sie beginnen in der Nacht nach Heiligabend und enden in der Nacht vor Heilig Dreikönig. Dabei gilt jeder Tag wie ein Monat – also das Wetter am  25. Dezember ist, in Kurzformat, das Wetter im Januar, siehe -> 12 Rauhnächte – das Wetter vom 25. Dezember bis 6. Januar

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Was wird aus den Kindern, die zwischen den Jahren geboren werden?

Rauhnächte-Kinder haben entweder Glück oder Pech, je nachdem, in welchem Landstrich sie geboren werden. Im westlichen Europa gelten sie als Sonntagskinder, die selbst Glück im Leben haben und anderen ebenfalls Glück bringen. In Südeuropa sagt man diesen Kindern magische Kräfte nach. Im Osten Europas gelten diese Kinder als Kandidaten für Vampire, die irgendwann zu Untoten werden und der Familie schon vorher Pech bringen.

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Wann und mit welchen Bräuchen beginnen und enden die 12 Rauhnächte?

Die 12 Rauhnächte fangen nach dem Heiligen Abend um 0 Uhr an und  enden am 5. Januar um Mitternacht. Danach beginnen in manchen Gegenden die „Perchtenläufe“. Ein keltischer Brauch,  bei denen mit viel Radau und Geschepper das neue Jahr anfängt.
Schon von Weitem hörbar ist an Silvester der norddeutsche „Rummelpott“, der vorzugsweise im Dunkeln unterwegs ist. Die Dorfjugend kündigt mit schlagen (rummeln, rumoren) auf den Pott (Kochtopf) an, dass sie unterwegs ist. So bleibt den Hausfrauen genug Zeit, ihnen Äpfel, Nüsse und übrig gebliebenes Weihnachtsgebäck bereit zu legen. Nach dem Schlachtruf: „Lieschen, moog de Döör up, de Rummelpott will rin“ und allerhand Gedichten und Liedern wandern die Leckereien in die mitgebrachten Säckchen.
In katholischen Gegenden finden nach der letzten Rauhnacht die Dreikönigs-Umzüge statt – ebenfalls mit lautem Singen, aber etwas komfortabler mit Kerzenbeleuchtung.

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