Internationale Trickfilme – Humor liegt im Trend

Vorsicht! Lachen ist ansteckend!

Seltsame Gestalten laufen durch den Park; die wachsamen Augen außerhalb ihrer Körper blicken rege in sämtliche Richtungen. An einer Leine ziehen sie etwas Kleines, Kriechendes, das apfelgroße Haufen hinter sich lässt. Schon kommt ein Mülleimer gefahren mit einem Rüssel, über dem zwei argwöhnische Glupschaugen schweben, und saugt alles auf. In diesem Schwarz-Weiß-Film, „Sobachja ploschadka“ (Dog-walking ground) von Leonid Shmelkov, geht es um Hundebesitzer, ihre Vierbeiner und die Küttelbeseitigung – manchmal auch Nichtbeseitigung – in einem öffentlichen Park.
Mit Erleichterung,  Jauchzen und Frohlocken  stellen wir fest:  Der Trend geht in Richtung Humor.
Selbst politische Themen wie Umweltgefahren müssen nicht apokalyptisch, sondern können lustig sein. „Keine Angst vorm Endlager!“ (Have a taste of nuclear waste!) von Till Penzek und Jon Frickey nimmt die Propaganda der Atomindustrie auf die Schippe. Dr. Schmitt stellt Fragen zur Atomsicherheit, warum zum Beispiel die Fässer in ein unterirdisches Endlager kommen. Atomi, die alles wissende Comicfigur, weiß Rat: “Damit die gestapelten Atomfässer das Salzlager stützen. Das ist hohl und würde sonst einfallen und eine Gefahr für die Umgebung darstellen.“

Psychische Probleme behandelt Marcus Zilz in „Kleine Brötchen“.
Alle, die in dieser Runde bei einer Gesprächstherapie sitzen, haben einen Knax weg. Alle sind verunglückte Zeichnungen aus Animationsfilmen, die mit sich und ihrer Rolle nicht zufrieden sind. Hier dürfen sie sich aussprechen, und zwar in reinstem Kölsch. Einer findet sich super, bemängelt bloß, dass man ihn nicht erkennen kann, denn der Zeichner hat ihn mit kräftigen Kreisen ausgestrichen – vielleicht war es auch ein Telefongekritzel. Eine andere Figur – außen dicke Striche und innen koloriert – hält sich für zu flach.  Ganz schlimm getroffen hat es eine asiatisch angehauchte Schöne, die so wunderbar den Augenaufschlag meistert. Sie existiert nur als Schwarz-Weiß-Zeichnung, dabei liebt sie Farben. Sie wäre gern mal orange. Moderiert wird das Geplänkel um Negativ-Selbstbewusstsein und Misserfolgserlebnisse von einer Comicfigur, die die Therapeutensprache bis ins ff beherrscht – auf Kölsch.

 

 

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