☛ Ballettküken und Mini/Maxigeiger auf dem Bayreuther Bürgerfest

Ballettküken: Bei Vorführungen von Kindern strömen Geschwister, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Neffen, Nichten und sämtliche Nachbarn zu den Veranstaltungen. Mit Tränen der Rührung in den Augen bewundern sie die künstlerischen Leistungen ihrer Lieben.

Ballettkücken zeigen ihr Können.

Ballettküken  auf dem Bayreuther Bürgerfest

Manchmal vergnügen sich aber auch zufällig vorbei gekommene Zuschauer an den Darbietungen, wenn die von professionellen Kulturschaffenden geleitet werden. So geschehen auf dem Bayreuther Bürgerfest. Die Balletttänzerin, Choreographin und Regisseurin Irina Prykhodzka und die Kirchenmusikerin und Geigenlehrerin Sabine Peetz zeigen, dass künstlerische Leistung nicht nur mit Üben verbunden ist, sondern auch Spaß machen kann.

Mini/Maxigeiger Im schönen Innenhof des Dekanats.

Im Grünen hat Sabine Peetz ihre Schüler platziert. Unter den schattigen Bäumen versammelt sich ein kleines Streichorchester mit Schülern unterschiedlichen Alters. Die Anfänger unter ihnen spielen nach der Zuzuki-Methode – ohne Noten, rein nach dem Gehör.

Mini/Maxigeiger auf dem Bayreuther Bürgerfest

Mit dieser Methode können die Schüler zweierlei lernen: entweder gut zu hören oder sich gut durchzuschummeln. Die „Mini und Maxigeiger“ zeigen es mit einem anspruchsvollen Programm, in dem sie neben anderen Klassikern auch Ouvertüren aus Opern von Richard Wagner spielen. Kein Wunder, denn Sabine Peetz hat selbst im Sonderchor der Bayreuther Festspiele mitgesungen.

Junge Tänzerinnen auf dem Bayreuther Bürgerfest.

Bevor Irina Prykhodzka Weißrussland verließ, war sie Solotänzerin in Minsk, außerdem studierte Regisseurin und Choreografin.
In Deutschland hat sie sich mit einer Ballettschule selbstständig gemacht und gibt ihr Können an Kinder und Jugendliche weiter. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – wie auf dem Schlossplatz beim Bayreuther Bürgerfest. Während sich die kleinen Mädchen noch als Prinzessinnen verwirklichen, sehen sich die jungen Damen eher als feurige Flamencotänzerinnen.

 Flamencotänzerinnen auf dem Bayreuther Bürgerfest

In unterschiedlichen Gruppen führen sie insgesamt 14 Tänze auf. Die Kinder und Jugendlichen tanzen nicht nur, sondern veranschaulichen die getanzte Geschichte durch ausdrucksstarke Mimik und Gestik. Das Besondere an diesen Tanz-Szenen sind die Kostüme, die die Tänzer zu jeder Nummer wechseln. Allerliebst sind die Kleider beim Puppentanz – Tänzerinnen wie Püppchen aus Porzellan bewegen sich zur Musik vom „Nussknacker“, Pippi Langstrumpf schlägt mit roter Zopfperücke ihre Purzelbäume, und beim Marsch treten sie in Husaren-Uniformen auf.

Kinderchor der Stadtkirche

Kinderchor auf dem Bayreuther BürgerfestEin Zeichen für die Beliebtheitmag wohl diese Episode sein: Nach dem Konzert kommt ein kleiner, kecker Steppke angerannt und fragt: „Frau Peetz, wann darf ich bei Dir singen?“ Auf die Frage: „Wie alt bist du denn?“ hält er stolz drei Finger in die Höhe. „Wenn du fünf bist, darfst du mitsingen“ ist wohl nicht die erwartete Antwort, aber doch befriedigend.

Ballettküken dürfen im Alter von vier Jahren schon mittanzen.

Kleine Ballettküken auf dem Bayreuther Bürgerfest

Fast nur aus Kindern mit russischen Wurzeln besteht das Ballett, denn wahrscheinlich hat diese Art der Kultur in der Wiege der Ballettkunst einen besonders hohen Stellenwert.

Zwei Gruppen – ein Ziel.

Obwohl beide Gruppen unterschiedlich sind, sowohl von der Ausrichtung als auch von den Kindern und Eltern, haben sie doch eines gemeinsam: Sie vermitteln Kunst und Kultur nicht als passives Konsumieren, sondern als erlernbares Gemeinschaftserlebnis, das auch noch Spaß bringt.

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