☼ Wetter am 24. November 2011: Raureif – Spinnennetze im Sonnenschein

Der Nachtfrost hinterlässt seine Spuren – immerhin zeigte das Thermometer heute in Kirchheim unter Teck minus 3,9  Grad Celsius an.

Die Straßen sind frei von Glatteis, aber auf den Spinnennetzen parken noch die Eiskristalle. Das Gewebe auf dem Foto unten scheint eine Gemeinschaftsarbeit mehrerer Spinnen zu sein, von denen jede noch ein bisschen schneller als die Konkurrentin am Gipfel ankommen wollte.

Spinnen erfreuen sich selten großer Beliebtheit, besonders bei Frauen. Warum eigentlich?

Weil sie krabbeln!
Das machen Käfer und Fliegen auch. Marienkäfer gelten als Glücksbringer, Maikäfer werden mit Freude herumgereicht, sofern einer gesichtet und gefangen wird. Von Fliegen ist nicht bekannt, dass Mädchen, Frauen, alte Damen aufspringen und kreischend die Flucht ergreifen.
Dabei müssten die Spinnen gerade bei Frauen beliebt sein, denn sie sind Meister im Weben. Das Garn dafür haben sie vorher selbst gesponnen. Jahrhundertelang gehörte Spinnen und Weben zu den typischen Frauenarbeiten. Womit ist also diese Abneigung begründet?

Ein kleines, intimes Spinnennetzchen zwischen gigantisch wirkenden Eibennadeln.

Dieses tropfenförmige Netz  wirkt im Gegenlicht wie geklöppelt. Die kleinen Tropfen glitzern wie ein gefädelter Schmuck aus Glaskristallen.

Schmuck gilt als die Domäne der Frauen. Gerade der Herbst ist die Zeit, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Glasschmuck wirkt auch bei künstlichem Licht wie ein Kronleuchter, ähnlich wie Gold; Silber wirkt elegant, zum Beispiel am Ohr oder am Hals.

 

 

(F)fliegen: