Buchtipp: 1000 € für jeden – Freiheit Gleichheit Grundeinkommen

12.500 Euro gibt der Bund jährlich für soziale Zwecke aus – pro Person.  Dazu gerechnet werden nicht nur das ominöse Harzt IV, sondern auch Wohngeld oder Kriegsopferfürsorge. Insgesamt werden 155 verschiedene Sozialleistungen vorher genau auf die Rechtmäßigkeit überprüft und danach ausgezahlt.

Bedingungsloses Grundeinkommen von 1000,- Euro – gern, aber wer bezahlt das?
Jede Zeit verlangt eigene Regeln. Früher war der Hunger das große Problem. Das Ideal war, jedem ein Stück Land zu überlassen, damit er seine Familie und sich ernähren kann. Dies ist heute nicht mehr umzusetzen. Unsere Währung heißt nicht Land, sondern Geld, um dagegen Lebensmittel, Wohnung, Teilnahme am kulturellen Leben bestreiten zu können. Aber wie?
Götz Werner und Adrienne Goehler zeigen es. Würde das Geld, das der Bund jährlich für soziale Zwecke ausgibt, auf alle umgelegt, bekäme Jeder – aber wirklich JEDER vom Säugling bis zum Greis – einen monatlichen Betrag von 1000 Euro ausgezahlt.

Wem helfen staatliche Subventionen?
Von Bund, Ländern und Kommunen werden große Summen gezahlt, um Arbeitsplätze zu schaffen und/oder zu erhalten. Wie diese Subventionen verteilt werden, zeigt das Beispiel der Steinkohleindustrie im Ruhrpott. Die Zechen bekamen Geld dafür, dass sie Arbeitsplätze schaffen sollten. Insgesamt waren es, über den ganzen Zeitraum und über die Zahl der Beschäftigten 53.000,00 Euro – pro Jahr und „Kopf“.

Jüngstes Beispiel: Müller-Milch erhielt 70.000.000,00 Euro (Siebzig Millionen) vom Freistaat Sachsen für die Schaffung von 158 (Hundertachtundfünfzig) Arbeitsplätzen. Das sind pro „Kopf“ 443.038.97 Euro (Vierhundertdreiundvierzigtausend), also 37 Jahre lang ein Grundeinkommen von 1000,00 Euro monatlich pro „Kopf“ . Die Steinkohleindustrie ging unter und Müller-Milch musste ein anderes Werk in Niedersachsen mit 162  Beschäftigten schließen, weil der Absatz stagnierte.

Mit staatlichen Geldern werden Abschreibungen für Maschinen gefördert, mit denen Arbeitsplätze weg-rationalisiert werden.  Wenn diese unzähligen Subventionen umgeschichtet würden, bräuchte kein zusätzlicher Cent für ein bedingungsloses Grundeinkommen aufgenommen werden. Es werden im Gegenteil sogar Mittel frei für den Schuldenabbau oder andere Projekte, die wegen Geldmangel zurückgestellt werden müssen. Wie sich der Markt reguliert, sobald die Verbraucher das Geld bekommen, zeigt sich am Beispiel von Wohngeld. Es wird den Bewohnern ausgezahlt und nicht etwa den Bauträgern.

Was steht einer sofortigen Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens im Wege?
Adrienne Goehler schlägt die teilweise Einführung vor. Erst bekommen das Grundeinkommen diejenigen, die noch nicht oder nicht mehr erwerbstätig sind, nämlich Kinder (erweitertes Kindergeld) und alte Menschen (erweiterte Rente). Ein Kind braucht – neben Liebe und Geborgenheit – auch Kleidung, Essen, Fahrten zu Schule, Ausflüge, Beteiligung an sportlichen oder musischen Aktivitäten. Zur Zeit gleiten Familien mit Kindern in die Armut ab; viele alte Menschen müssen mit einer sehr geringen Rente auskommen. Es sind hauptsächlich Frauen, die keiner Versicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen sind, weil sie für die Familie da waren.

Wem nützt das Grundeinkommen?
Sicherheit legt Produktivität frei. Es wird nicht nur die bezahlte Arbeit gerechnet, sondern auch Arbeit, die zur Zeit noch mit einem feuchtwarmen Händedruck und/oder der Bezeichnung “Ehrenamt” belohnt wird. Nicht mehr die Arbeit sollte nach Götz Werners Meinung besteuert werden, sondern der Konsum. Auch hier bedarf es lediglich einer Umschichtung von der Lohnsteuer zur Konsumsteuer. Der Staat erhält für seine wichtigen Aufgaben genau die Mittel wie vorher auch.

Wer hegt noch Vorurteile?
Wir von 8ung.info hoffen, dass wir die Einführung des Grundeinkommens noch erleben dürfen.  Schon allein das Gefühl beflügelt, der Kreativität freien Lauf zu lassen, ohne ständig in Existenzangst zu leben.
Allen anderen, die noch Vorurteile hegen, empfehlen wir dieses Buch, das wiederum Einfallsreichtum und Schöpferkraft frei setzt – hoffentlich auch bei den „Entscheidern“.

1.000 Euro für jeden: Freiheit. Gleichheit. Grundeinkommen von Götz W. Werner und Adrienne Goehler | Verlag: Econ (11. August 2010) | EUR 18,00

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