✍ Ratgeber-Tipp: Heilkräuter im Garten pflanzen, ernten, anwenden

Einst gehörte die Pflanzenheilkunde zum Allgemeinwissen. Später wurde dieses Wissen belächelt. Heute versuchen medizinische Fachleute und Laien wieder, an die traditionellen Erfahrungen anzuknüpfen.

Ganz bequem haben es Gartenbesitzer und Balkongärtner, denn Kräuter beanspruchen wenig Platz.

Dieses Buch hilft bei der Orientierung. Vorgestellt werden über 50 verschiedene Heilkräuter, jedes Pflanzenportrait nach einem einheitlichen Schema. Damit erleichtert es den Anwendern, bestimmte, für sie wichtige Dinge nachzuschlagen.
Die Heilkräuter sind sortiert nach „Botanischen Namen“, denn volkstümliche sind von Region zu Region verschieden wie Wermut, der je nach Region Absinth, Gallenkraut oder Wurmtod heißen kann. Es folgen „Herkunft – Verbreitung – Botanik“ wie bei der Wegwarte, die sich wegen ihrer schönen blauen Blüten schon in vielen Gärten befindet. Einige Gärtner wird es erstaunen, dass sie auch deren Verwandtschaft mit ähnlichen Wirkungen ebenfalls aufziehen, nämlich Radicchio, Zuckerhut, Chicorée und Endivie. Das Kapitel „Anbau – Pflege – Ernte – Lagerung“ enthält für Gartenbesitzer wichtige Informationen, auch vom Johanniskraut, das von einer Käferart besonders geliebt wird. Um dennoch ohne Spritzmittel ernten zu können, müssen die Käferlarven vorher abgesammelt werden.

„Pharmakologische Wirkungen“ überzeugt diejenigen, die erst an eine Wirkung glauben, wenn sie wissenschaftlich erwiesen ist.

Nachdem Pflanzen eine Zeitlang als Armeleutemedizin oder mit einem Man-muss-dran-glauben belächelt wurden, werden gerade die Kräuter mit einer langen Erfahrungstradition untersucht. Manchmal finden die Wissenschaftler sogar Stoffe, die in der Volksmedizin noch nicht entdeckt wurden wie die Pilz hemmende Wirkung von Thymian. „Anwendung und Dosierung“ gehört ebenfalls zu den wichtigen Punkten, denn neben Tee gibt es noch andere Anwendungen. Bei Muskelschmerzen hilft ein Vollbad mit 50 Gramm Rosmarinblättern pro Wanne. Manchmal gibt es auch „Unerwünschte Nebenwirkungen“. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Petersilie, das Allerweltskraut, allergische Reaktionen auslösen kann, die bisweilen zu Überempfindlichkeiten bei Lichteinstrahlung führen können.

„Wechselwirkungen“ können unangenehme Folgen haben.

Johanniskraut wurde gerade in der letzten Zeit intensiver untersucht. Zusammen mit der Antibabypille eingenommen kann es die Wirksamkeit der Antibabypille abschwächen. „Schwangerschaft und Stillperiode“ ist hilfreich für Mutter und Kind. Es dürfen auf keinen Fall reines ätherisches Öl oder alkoholische Extrakte eingenommen werden. „Gegenanzeigen und Einschränkungen“ warnt Menschen mit einem Gallengangverschluss, auf den Genuss von Artischocken und Löwenzahnwurzel lieber zu verzichten. Ebenso sollten Kinder unter 12 Jahren Primelblüten meiden.
Stimulierende Rezepte erfahren Leser in der „Wildkräuterküche“. Baldrianlimonade punktet nicht nur mit einer antidepressiven Wirkung, sondern auch mit einer rosigen Färbung, die die Blüten hinterlassen – also, sich entspannen und gute Laune bekommen. In diesem Zustand geht es gleich ans Veilchen kandieren. Nach dieser Beschreibung muss die Prozedur einfach sein. Wirklich einfach ist die Herstellung von Salbeiessig. Lediglich eine Handvoll Salbeiblätter mit einem Liter Weinessig aufgießen und nach 3 – 4 Wochen filtern. Dieser Essig schmeckt zu Salatsaucen. Ebenso kann er zur Haarpflege verwendet werden.

Heilkräuter im Garten: pflanzen, ernten, anwenden von Thomas Pfister, Bernhard Uehleke, Reinhard Saller, Astrid Fischer, Barbara M. Holzer, Jürgen Reichling, Matthias Rostock | Verlag: Haupt; (12. März 2014) | EUR 29,90

 

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