✍ Reiseführer-Buchtipp: Unverkennbar Stuttgart

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Eine Liebeserklärung an die Schwaben-Metropole von Adrian Zielke. Wilhelm Mierendorf fotografierte die passenden Bilder zu diesem Buch. Schon auf der Umschlagseite wird deutlich: Bei ihm stehen die Menschen im Mittelpunkt, selbst wenn das Foto knapp über der Taille einer jungen Frau abgeschnitten ist. Sie liegt ganz entspannt auf einer Parkbank; ihre Beine in den engen Jeans hat sie übereinander geschlagen; die Betrachter sehen den Fuß in den Stiefeln geradezu wippen. Hinter ihr breitet sich das Panorama von Stuttgart aus, aufgenommen von einem Aussichtspunkt in der Höhe oder Halbhöhe. Schon wird klar, dass die Stuttgarter sich in ihrer Stadt wohl fühlen.

Adrian Zielke nimmt seine Leser mit durch sein persönliches Stuttgart

Er erklärt die Besonderheiten jedes Stadtviertels und stellt die Menschen vor, die darin leben. Mit ihm im Laufen (schwäbisch für „sich zu Fuß fortbewegen“) sein Stuttgart zu erleben, heißt, überall auch eine Pause machen zu können. Es fängt mit den Cafés zum Frühstück an und zieht sich durch das ganze Buch. In jedem Stadtteil stellt er seinen Lesern die Einwohner vor, wie den Ur-Stuttgarter Heinz Rittberger, den „Seifen-Lenz“, der neben einem wohlriechenden Seifenangebot auch Kerzen und Bürsten verkauft. Dieser alteingesessene Krämer lebt im Bohnenviertel, das über die größte und vielfältigste Lokaldichte verfügt.

Über Essen und Trinken reihen sich Kapitel an Kapitel.

Kein Wunder, denn Adrian Zielke achtete bei jedem seiner Umzüge darauf, einen kurzen weg zur Markthalle zu haben. Der Stuttgarter Markthalle – die, neutral betrachtet, wirklich ganz besonders ist – widmet er ein ganzes Kapitel.
Aber ebenso Feinkost Böhm oder der Murhardter Hof mit seinen urschwäbischen Maultaschen, Spätzle und Kartoffelsalat, die von einem Türken gekocht werden.

Stuttgart liegt im Talkessel

Sämtliche Wände dieses riesigen Kessels sind bebaut, jedoch mit viel Grün in den Gärten drum herum. Nicht nur Straßen führen „nuff und raa“, sondern auch die Zacke für diejenigen, die sich lieber fahren lassen, und die Stäffeles für diejenigen, die gern zu Fuß unterwegs sind. Stäffeles heißen die Treppen, die zwischen den Häusern und Gärten entlang führen – von unten nach oben und umgekehrt. Sie sind nicht nur die kürzesten Wege, sondern auch die schönsten. Die alten Geländer, die gepflegten Gärten, die schönen Villen machen aus ihnen mehr als nur Verbindungswege.

Ein Reiseführer zum Schmökern

Dieses Buch bietet sich geradezu an für eine längere Zugfahrt mit dem Ziel Stuttgart, zum Beispiel für Messebesucher oder Ballett-Enthusiasten. Für diese Gäste wünschte ich mir – in der nächsten Auflage – einen Stadtplan. Vielleicht sogar mit den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel. Damit auch Gäste mit wenig Freizeit wissen, wo sie ein- und umsteigen müssen, wenn sie die Stäffeles hochgelaufen sind und danach ins Leutze zum Schwimmen gehen wollen.

Adrian Zielcke: Unverkennbar Stuttgart – Eine Liebeserklärung. Mit Fotografien von Wilhelm Mierendorf   Silberburg-Verlag

 

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