„The Beauty“ – Trickfilm gewinnt den Nachwuchs-Oscar

The Beauty, der Abschlussfilm von Pascal Schelbli an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg ist mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden.
Herzlichen Glückwunsch!!!

The Beauty – Oscar bei 1.500 Film-Mitbewerbern.

„The Beauty“ siegte in der Kategorie Animation im internationalen Wettbewerb. Schelbli gehört zu den 18 Preisträgern in dem Wettbewerb, für den insgesamt rund 1.500 amerikanische und internationale Beiträge für die Studenten-Oscars eingereicht wurden.

The Beauty – Schön oder hässlich? Trickfilm-Tipp.

(c)The Beauty - Fischschwärme? Nein, Badelatschen
(c)The Beauty – Fischschwärme? Nein, Badelatschen

Beauty gleich Schönheit. Noch nie war Müll derart schön anzusehen. Harmonisch fügt er sich in die Unterwasserwelt ein, bis wir merken, dass wir eingelullt werden.

The Beauty gibt sich idyllisch

Fischschwärme im blauen Ozean. Zu harmonisch, lieblicher Musik bewegen sie sich elegant in Kreiseln und Spiralen. Sie kommen näher und näher. Statt Fische sieht die Zuschauerin Badelatschen, wie sie am Strand getragen werden. Flipflops schwärmen im Ozean.

The Beauty: Die Kamera fährt nach unten auf den Meeresgrund

(c)The Beauty - Koralle? Nein, Plastiklöffel und Trinkhalme
(c)The Beauty – Koralle? Nein, Plastiklöffel und Trinkhalme

Hinab geht der Blick zu einem Korallenriff. Die Seerosen blühen auf, sie wiegen sich sanft in den Wellen. Doch es entpuppt sich als Einweggeschirr von der letzten Gartenparty. Löffel, Gabel, Messer, Schüsseln – alles schön drapiert.

(c)The Beauty - Quallen? Nein, Einkaufstüten aus dem Supermarkt
(c)The Beauty – Quallen? Nein, Einkaufstüten aus dem Supermarkt

Quallen wiegen sich elegant in den Wellen. Sie erinnern an Wasserballett. Bei näherem Hinsehen entpuppen sie sich als Gemüsetüten aus dem Supermarkt.
Vorbei schwimmt ein Kugelfisch, der sich aufpumpt, damit man seine Noppenfolie vom letzten Online-Einkauf gut sehen kann.

(c)The Beauty - Muräne? Nein, Autoreifen
(c)The Beauty – Muräne? Nein, Autoreifen

Eine Muräne schlängelt sich bedrohlich durch diese schöne Unterwasserwelt. Kein Wunder, dass sie so schnell ist, denn ihr Körper besteht aus einem ellenlangen Autoreifen.

Die Musik wird immer bedrohlicher, trotz der schönen Akkorde.

Wir sind die Verursacher.
Wir verursachen diese gewaltigen Müllberge, die im Meer herumschwimmen. Noch sehen wir sie nicht, denn wir sehen nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs.

(c)The Beauty - Eisberge? Nein, Müllberge
(c)The Beauty – Eisberge? Nein, Müllberge

Auf der Oberfläche schwimmen Milchtüten und Deodosen. Die Mengen an Müll, die unter der Oberfläche schwimmen, sehen wir (noch) nicht.
Dabei ist Plastik ein wertvolles Material, das nicht achtlos weggeschmissen werden darf. Und die Wiederverwertung ist doch sehr viel einfacher als bei Glas oder Metall, das bei hohen Temperaturen eingeschmolzen und wieder neu geformt wird.

The Beauty: Ganze vier (4) Minuten dauert der Film

Ein Animationsfilm, der so harmlos, lieblich, urlaubig beginnt und uns schon nach einer Minute zum Nachdenken anregt.
Nicht belehrend – aber das ist ja gerade das Perfide daran. Man kann einfach nicht in die Opposition gehen und sich bockig auf die Hinterbeine stellen.

The Beauty – Information


Deutschland 2019 – 4 min – Sprache: Englisch – Untertitel: Deutsch
von Pascal Schelbli
Buch: Pascal Schelbli
Kamera: David Iskender Dinçer
Schnitt: Pascal Schelbli
Sounddesign: Robin Harff
Ton: Robin Harff
Musik: Alexander Wolf David, Petteri Sainio
Sprecher: Charlie H Gardner
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg

Ankündigung im NaturVision-Festival

„The Beauty ist eine poetische Reise durch eine faszinierende Unterwasserwelt, in der Plastik und Natur eins werden. Für einen Atemzug lang, lösen sich unsere Sorgen und Schuldgefühle zwischen schaurig schönen Korallenriffen und den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans auf.
Cast und Crew
Regie Pascal Schelbli“

NaturVision-Festival
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