Museumsmesse – Altes Schloss Stuttgart – Luftobjekte für Innen und Außen

Vom 5. bis 8. Mai laden der Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg und das Landesmuseum Württemberg zur Museumsmesse für Angewandte Kunst ins Alte Schloss in Stuttgart ein.

Weiße Luftobjekte stellt Traute Schiffer-Renschler im Schlosshof aus.
Ihre Objektkunst findet seinen Platz in Gärten und Veranden – das ganze Jahr im Freien. Was von Ferne wie Papier und sehr empfindlich aussieht, entpuppt sich als stabile, wetterfeste  Kunststofffolie. Wie riesige Glockenblumen schwingen sie leicht im Wind. Traute Schiffer-Renschler kennt den Schlosshof seit ihrer Kindheit. Hier besuchte sie ihre Großeltern in der Dienstwohnung, die ihr Großvater als Staatshauptkassenhauptbuchhalter für sich und seine Familie in Anspruch nahm. An vieles erinnert sich die Künstlerin. Zum Beispiel an ihren Patenonkel, den Pfarrer, den vielleicht ein Jungenstreich auf seine Berufswahl gebracht hat. Der kleine Schlingel schoss, mit Pfeil und Bogen, vom Fenster der Dienstwohnung in ein offenes Fenster der Alten Kanzlei gegenüber – heute ein Restaurant. Verletzt wurde zwar niemand, aber es stand Spitz auf Knopf, ob ein derartiger Lausebengel überhaupt konfirmiert werden konnte.
Seine Schwester, die Mutter der Künstlerin, kannte keine derartigen Probleme. In der Schlosskapelle wurde sie getraut. Ihren Ehering vermachte sie ihrer Tochter, die jetzt als Künstlerin ihre Luftobjekte in diesem Schlosshof ausstellt. So schließt sich der Kreis.

Mobile mit bunten Papiervögeln von Irene Loeffel
Nur für den Innenbereich kreiert Irene Loeffel ihre Mobiles, die fast vom Boden bis fast zur Decke reichen. Die Vögel faltet sie in Origami-Technik aus Papier. In dem Mobile wirken sie wie ein Schwarm bunter Kolibris, immer bereit, bei jedem Lufthauch fortzufliegen.

Dabei sind es die viel behäbigeren Kraniche, die Irene Loeffel in dieser traditionellen japanischen Papiertechnik faltet. Das Mobile besteht aus 1000 Kranichen – ich habe sie nicht gezählt, aber es könnte hinkommen. 1000 Kraniche bedeuten in Japan 1000 Jahre zufriedenes Leben.


Dieses Motiv haben auch noch andere Künstler aufgegriffen. Der Komponist Xaver Paul Thoma komponierte ein Lied nach dem Gedicht „1000 Kraniche“ einer japanischen Dichterin. Uraufgeführt wurde es in Japan mit einer deutschen Sopranistin und einem japanischen Pianisten. Siehe → „Tausend Kraniche“

Genau wie diese beiden Beispiele zeigen, strotzen die Aussteller vor Ideenreichtum. Die Arbeiten eines Keramikers gleichen nicht den Arbeiten der anderen Keramikerin – das gilt für sämtliche ausstellenden Künstler und Gewerke aus den Bereichen Schmuck, Objekte, Metall, Textil, Leder, Keramik, Glas, Holz und Papier.

 

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