♫ 8ung Oper! Figaro hier – Figaro da, mal bei Rossini – mal bei Mozart

1. November 2012 | Von | Kategorie: 8ung E-Books!, Aktuell, Buch & Kunst, Buchtipps, Der Barbier von Sevilla, Figaros Hochzeit, Opernführer

Gioachino Rossini landete mit seinem „Barbier von Sevilla“ einen Volltreffer, der bis zum heutigen Tage für ausverkaufte Opernhäuser sorgt, schon wegen der berühmten Schnellsprech-und-Zungenverdreher-Arie: „Figaro hier, Figaro da …“ (auf diese Arie warten Opernbesucher in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ vergeblich)

Die komische Oper vom pfiffigen Barbier wird auf fast allen Opernbühnen gespielt und immer wieder neu in Szene gesetzt. Eine Inszenierung hält sich seit 1993 auf dem Spielplan der Oper Stuttgart in über 100 Vorstellungen. Kein Wunder – es sprüht darin nur so von Einfällen.

Zwar steht die Inszenierung von Beat Fäh, jedoch nur noch teilweise mit den Sängern aus der Anfangszeit, teilweise mit immer wieder neuen Sängern. Das kann zu reizvollen Kombinationen führen, wenn der junge Graf Almaviva wirklich jung, schön und agil ist, und der alte Doktor Bartolo immer älter und spleeniger wird.

Bis zu Figaros Hochzeit von Wolfgang Amadeus Mozart sind einige Hürden zu nehmen. Figaro möchte die Zofe Susanna heiraten. Dagegen hat sein Herr, Graf Almaviva, nichts einzuwenden. Allerdings möchte er mit Susanna die erste Nacht verbringen (und eventuell auch weitere). Das gefällt weder Figaro, noch Susanna, noch Susannas Herrin, der Gräfin Almaviva. Bis der Graf als der Gelackmeierte dasteht, vergehen 3 1/2 Stunden mit Musik, Kostümierungen und Versteckspiel.

Wenn die Handlung nicht bekannt ist oder keine Übertitel vorhanden sind, kann leicht der Faden verloren gehen. Nicht so in der Inszenierung von Nigel Lowery. Jede Figur bekam eine typische Kleidung und Haartracht, die sie auch im Halbdunkeln und mit Verkleidung noch unverwechselbar machte.

Beide Komponisten verwenden für ihre Opern die Schauspiele von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Erst schrieb er “Le Barbier de Seville”, später vertont von Rossini. Weil das Stück Erfolg hatte, schrieb Beaumarchais die Fortsetzung „La Folle Journée ou le Mariage de Figaro“, die Mozart als Vorlage für seine Oper nutzte.

8ung Oper!  Figaro hier – Figaro da; mal bei Rossini – mal bei Mozart von Dorle Knapp-Klatsch | Kulturmagazin 8ung.info | EUR 2,99

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