☼ Wetterregel Schlehenkälte: 2 Tage warm – 2 Wochen kalt

Jedes Frühjahr das gleiche Naturereignis

Auf warme Frühlingstage
folgt die Schlehenkälte. Sobald die Schlehen am Wegrand voll und weiß blühen, wird es plötzlich kalt. Pünktlich im März, April oder Mai – jedes Jahr das gleiche Naturereignis.

Schlehen, wegen der kräftigen Dornen auch Schwarzdorn genannt, sind genügsam; sie geben sich mit steinigem Boden zufrieden. Schnell bilden sie eine undurchdringliche Hecke, häufig zusammen mit Berberitze, Wacholder, Heckenrosen. Sobald der Schlehbusch voll aufgeblüht ist, wird es kalt. Die Kälte kommt plötzlich – meist über Nacht – und weicht erst, wenn die Blüten eine schmutzig-braune Farbe angenommen haben und die Blütenblätter abfallen.

Jahr für Jahr ist es das Gleiche – man glaubt es kaum!

 Endlich ist der Frühling da. Die Sonne scheint, und zwar so kräftig, dass man das Gefühl hat, sie hat sich mit ihrer Kraft gegen die Winterkälte durchgesetzt. Diese Zeit genießen die meisten Menschen nach der vorangegangenen Kälte und Dunkelheit. Manchmal klettert das Thermometer auf über 25 Grad Celsius. Diese wärmende Phase kann ein paar Tage oder auch über eine Woche dauern. Schon werden die lästigen Wintermäntel in die hinterste Schrankecke verbannt, die Gardinen gewaschen, eine neue Freundin gesucht und was sonst noch so unter „Frühlingsgefühle“ zu verbuchen ist. Diese Zeit braucht auch die Schlehe. Sie blüht zu unterschiedlichen Zeiten, mal im März, meist im April oder sehr spät auch im Mai; aber immer blüht sie im Anschluss an eine heiße Phase. Ist sie voll aufgeblüht, tritt nach ein, höchstens drei Tagen ein Wettersturz ein, die so genannte „Schlehenkälte“. Obwohl diesen Temperatursturz sämtliche Meteorologen voraussagen, mag keiner so recht daran glauben. Jeder meint und hofft, dass diese Wettervorhersage bestimmt irgendwo anders auftritt.

 


 Schlehenkälte: